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Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth gilt als einzigartiges Zeugnis barocker Theaterkultur.
Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth gilt als einzigartiges Zeugnis barocker Theaterkultur.
Barocke Pracht: Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth saniert
Kulturzeit-News vom Donnerstag, 21.12.2017
Goldglanz, ein opulentes Deckengemälde, allegorische Figuren, umrankte Säulen - nach jahrelanger Sanierung erstrahlt das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth wieder in seiner vollen barocken Pracht.
Es sei gelungen, den originalen Raumeindruck wieder herzustellen, sagte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) am 21. Dezember 2017 in Bayreuth. Knapp 30 Millionen Euro hat der Freistaat in das Opernhaus investiert, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. "Jeder, der hereinkommt, ist begeistert", sagte Söder. Das Opernhaus gilt als einzigartiges Zeugnis barocker Theaterkultur. Die Wiedereröffnung nach der Sanierung ist für den April mit einem Staatsempfang und der Aufführung der Barockoper "Artaserse" von Johann Adolph Hasse geplant. Dieses Stück sei auch bei der Eröffnung im Jahr 1748 aufgeführt worden, erläuterte Söder.

Die kunstsinnige Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth - die Lieblingsschwester von Preußenkönig Friedrich II. - hatte das Opernhaus errichten lassen. 2012 nahm es die Unesco auf die Liste der Weltkulturerbe-Stätten auf, gleich danach begann die Sanierung. Die Arbeiten im Zuschauerraum sind inzwischen abgeschlossen, ebenso hängt bereits ein neuer Bühnenvorhang. Zudem ist der Zuschauerraum wieder in seiner Originalgröße hergestellt worden - er war in den 1930er Jahren verkleinert worden. Geplant ist, ab 2020 ein Welterbe-Besucherzentrum und ein Museum einzurichten.

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