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Die österreichische Dokumentarfilmerin und Publizistin Elizabeth T. Spira produzierte vor allem Reportagenreihen für den ORF.
Die österreichische Dokumentarfilmerin und Publizistin Elizabeth T. Spira produzierte vor allem Reportagenreihen für den ORF.
Dokumentarfilmerin Spira erhält Lessingpreis für Kritik 2018
Kulturzeit-News vom Freitag, 15.12.2017
Die österreichische Dokumentarfilmerin und Publizistin Elizabeth T. Spira (74) wird 2018 mit dem Lessingpreis für Kritik ausgezeichnet. In ihren Gesprächen zeige die Fernsehjournalistin ein einzigartiges und unerreichtes Talent, Menschen zum Sprechen zu veranlassen und Gegenstände beredt zu machen, erklärte die Jury am 15. Dezemeber 2017 in Wolfenbüttel.
Die 1942 in Glasgow als Kind jüdischer Emigranten geborene Spira soll die Auszeichnung am 13. Mai 2018 in der Augusteerhalle der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel erhalten. Traditionell darf der Preisträger selbst einen Förderpreis verleihen, der mit 5000 Euro dotiert ist. Dafür hat Spira die österreichische Publizistin Stefanie Panzenböck nominiert.

Vor allem die für den Sender ORF produzierten Reportagenreihen "Alltagsgeschichte" (1985-2006) sowie "Liebesg'schichten und Heiratssachen" (seit 1997) hätten Spiras Ruf als "Jahrhundertfigur fürs Fernsehen" auch außerhalb Österreichs begründet, hieß es von der Jury am 15. Dezember 2017. Spira zeige Personen aus dem ganzen Spektrum der österreichischen Gesellschaft, häufig Außenseiterexistenzen. Die Resultate seien oft brisant und ihr Blick beschönige nichts.

Alle zwei Jahre vergeben die Lessing-Akademie Wolfenbüttel und die Braunschweigische Stiftung die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung für bedeutende geistige Leistungen nach dem Vorbild des Schriftstellers. Zu den früheren Trägern des seit 2000 vergebenen Preises gehören die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und der Philosoph Peter Sloterdijk.

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