© dpa
Die bei einem New Yorker Auktionshaus angebotene Nobelpreismedaille von Theodor Mommsen kann nach Angaben des Deutschen Literaturarchivs nicht echt sein.
Die bei einem New Yorker Auktionshaus angebotene Nobelpreismedaille von Theodor Mommsen kann nach Angaben des Deutschen Literaturarchivs nicht echt sein.
Wirbel um Theodor Mommsens Nobelpreismedaille
Kulturzeit-News vom Mittwoch, 06.12.2017
Bei einer in New York zur Versteigerung angebotenen angeblichen Nobelpreismedaille von Theodor Mommsen kann es sich nach Angaben des Deutschen Literaturarchivs (DLA) nicht um das Original handeln. Die 6,5 Zentimeter große und 200 Gramm schwere Originalmedaille liege seit 14 Jahren im klimatisierten Magazin für Bilder und Objekte, teilte das DLA am 6. Dezember 2017 mit.
Die Familie Mommsen habe die Medaille 2007 dem Archiv in Marbach am Neckar als Stiftung überlassen. Zuvor hatte der "Südkurier" darüber berichtet. Peter Mommsen, Urenkel des Historikers, sagte dem "Südkurier": "Die Familie Mommsen ist betroffen von dieser Dreistigkeit, ausgerechnet zum 200. Geburtstag Theodor Mommsens eine offensichtlich gefälschte Medaille auf den Markt bringen zu wollen."

Der deutsche Historiker Theodor Mommsen (1817-1903) hatte den Literaturnobelpreis 1902 für sein aus fünf Bänden bestehendes Hauptwerk "Römische Geschichte" erhalten. Das New Yorker Auktionshaus Heritage Auctions hatte Ende November angekündigt, die Medaille solle am 6. Januar 2018 versteigert werden. Als möglicher Auktionserlös waren rund 400.000 Dollar (336.000 Euro) genannt worden.

Zurück zur Übersicht
Weitere News vom Mittwoch, 06.12.2017