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Kubanische Straßenmusiker: Die kubanische Musik Punto gehört zu den neun Neuzugängen in der Liste des Immateriellen Kulturerbes.
Kubanische Straßenmusiker: Die kubanische Musik Punto gehört zu den neun Neuzugängen in der Liste des Immateriellen Kulturerbes.
Kubanische Musik und Zaouli-Tanz als immaterielles Kulturerbe geehrt
Kulturzeit-News vom Mittwoch, 06.12.2017
Neun Kulturformen aus aller Welt sind neu in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Die UN-Bildungsorganisation Unesco entschied am 6. Dezember 2017 auf einer Tagung im südkoreanischen Jeju, unter anderem die kubanische Musik Punto, das Shital-Pati-Weben aus Bangladesch und den Zaouli-Tanz aus der Elfenbeinküste aufzunehmen.
Die Repräsentative Liste umfasst damit nun 374 Einträge, wie die deutsche Unesco-Kommission in Bonn mitteilte. Über die deutsche Nominierung, den Orgelbau und die Orgelmusik, soll am 7. Dezember entschieden werden. Zudem nahm der zwischenstaatliche Ausschuss der Unesco zum Immateriellen Kulturerbe sechs Kulturformen auf die "Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes" auf. Darunter ist die türkische Pfeifsprache, mit der sich ländliche Gemeinschaften über weite Entfernungen und tiefe Täler hinweg verständigen. Wegen der technologischen Entwicklung und sozioökonomischen Veränderungen gehe die Zahl der Praktizierenden zurück, hieß es.

Der Unesco-Ausschuss entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kulturformen in die drei Listen des Immateriellen Kulturerbes, zu denen noch das Register guter Praxisbeispiele gehört. Aufgenommen werden lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Gelistet sind zurzeit unter anderem das Genossenschaftswesen aus Deutschland, der Tango aus Argentinien und Uruguay, die traditionelle chinesische Medizin und die italienische Geigenbaukunst.

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