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An der Deutschen Botschaft ist die Regenbogenflagge angebracht, nachdem ein von Deutschland mitveranstaltetes LGBT-Filmfest in Ankara verboten wurde.
An der Deutschen Botschaft ist die Regenbogenflagge angebracht, nachdem ein von Deutschland mitveranstaltetes LGBT-Filmfest in Ankara verboten wurde.
Ankara: LGBTI-Organisationen klagen gegen Verbot von Veranstaltungen
Kulturzeit-News vom Mittwoch, 29.11.2017
Zwei türkische LGBTI-Aktivistengruppen haben in Ankara Anzeige erstattet gegen das Verbot aller Kulturveranstaltungen von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten in der türkischen Hauptstadt. Kaos Gl und Pink Life teilten am 29. November 2017 in einer Erklärung mit, dass sie vor dem Verwaltungsgericht von Ankara Beschwerde eingereicht hätten gegen die Entscheidung des Gouverneurs, alle LGBTI-Events bis auf Weiteres zu verbieten.
Die Abkürzung LGBTI steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle. "Diese offenkundige Verletzung der Rechte muss beendet, und diese Entscheidung muss annulliert werden", erklärte der Anwalt Emrah Sahin von Pink Life. Er "wolle glauben", dass die Entscheidung des Gouverneurs vom 19. November auf einen "persönlichen Irrtum zurückgeht und nicht auf die Politik der Regierung".

Der Gouverneur hatte zunächst ein von der deutschen Botschaft mitorganisiertes LGBTI-Filmfestival untersagt, bevor er sämtliche derartige Kulturveranstaltungen verbot. Er begründete das Verbot mit der Gefahr für die öffentliche Sicherheit, die von solchen Veranstaltungen ausgehe, da diese "gewisse Teile der Gesellschaft" provozieren könnten. In Deutschland und anderen Staaten war die Entscheidung auf Protest gestoßen.

Am Wochenende des 25./26. November 2017 wurde auch in Istanbul ein LGBTI-Kurzfilmwettbewerb verboten. In der Türkei ist Homosexualität nicht verboten, doch leiden Angehörige sexueller Minderheiten in dem konservativen Land oft unter Diskriminierung. Schwule und Lesben beklagen seit Langem die Beschneidung der sozialen Freiräume unter der islamisch-konservativen Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

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