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Für die neue Barbie hat die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad als Vorlage gedient.
Für die neue Barbie hat die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad als Vorlage gedient.
Barbie mit Hidschab: Mattel nimmt Säbelfechterin Muhammad zum Vorbild
Kulturzeit-News vom Dienstag, 14.11.2017
Barbie bekommt einen Hidschab. Für die neue Puppe in der "Sheroes"-Kollektion hat die Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad (31) als Vorlage gedient, wie der US-Spielzeughersteller Mattel am 13. November 2017 auf seiner Webseite bekanntgab. Dementsprechend trägt die Barbie den muslimischen Hidschab, ein Kopftuch, das Haare, Hals und Brust bedeckt. Als erste US-Sportlerin mit Hidschab war Muhammad 2016 in Rio bei Olympia angetreten.
Mattel gab bekannt, die Puppe im Herbst 2018 online anzubieten. Mit den "Sheroe"-Puppen, deren Namen sich aus den englischen Wörtern "she" (sie) und "hero" (Held) zusammensetzt, will Mattel eigenen Angaben zufolge weibliche Vorbilder feiern, die Mädchen inspirieren sollen. Die Sportlerin selbst zeigte sich auf Twitter begeistert von der neuen Puppe. "Ich bin stolz, zu wissen, dass kleine Mädchen überall jetzt mit einer Barbie spielen können, die einen Hidschab trägt." Damit sei für sie ein Kindheitstraum wahr geworden, sagte Muhammad.

Gemischte Reaktionen
Auf Twitter fielen die ersten Reaktionen auf die Ankündigung gemischt aus. Manche Nutzer schrieben, sie erwarteten dazu klare Worte von jenen Feministinnen, die in der Vergangenheit das unrealistische Körperbild von Barbie kritisiert hatten. Andere sehen in der neuen Puppe einen Schritt für mehr Offenheit. "Das bunte und tolerante Weihnachten kann kommen", schrieb ein Nutzer. Anfang 2016 hatte die Nigerianerin Haneefa Adam mit einer selbst entworfenen "Hijarbie" für Aufsehen gesorgt: Sie nähte muslimische Kleidung für die Puppe, inklusive Hidschab. Sie wolle ein Vorbild für muslimische Mädchen schaffen, erklärte die Bloggerin damals.

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