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Erika Kiffl fotografierte Künstler in ihren Ateliers bei der Arbeit, darunter auch den jungen Gerhard Richter vor seiner nackten "Diana".
Erika Kiffl fotografierte Künstler in ihren Ateliers bei der Arbeit, darunter auch den jungen Gerhard Richter vor seiner nackten "Diana".
Düsseldorf erwirbt Archiv der Künstlerfotografin Erika Kiffl
Kulturzeit-News vom Mittwoch, 11.10.2017
Die Stadt Düsseldorf erwirbt mit Unterstützung der Kunststiftung NRW das gesamte fotografische Archiv der Düsseldorfer Fotografin Erika Kiffl. Die rund 9000 Negative würden in das Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene (AFORK) überführt, teilte die Stadt am 11. Oktober 2017 mit. Kiffl hatte das Archiv mitbegründet.
Die 77-jährige Kiffl war bekannt geworden durch ihre Fotos von Künstlerateliers und Arbeitssituationen heute weltbekannter Künstler. Seit den 1960er Jahren fotografierte sie etwa Gerhard Richter, Gotthard Graubner oder Günther Uecker in ihren Ateliers, als diese noch am Anfang ihrer Karrieren standen. Dabei entstand 1967 auch eine heute berühmte Fotoserie des jungen Richter vor seinem Bild der nackten "Diana" - die einzigen Farbfotos, die Kiffl je machte. Für das AFORK wurden bereits 1100 Schwarzweiß-Fotoabzüge Kiffls in den vergangenen Jahren angekauft.

Das AFORK wurde 2003 mit dem Ziel begründet, die Geschichte der rheinischen Kunst seit den 1950er Jahren zu dokumentieren. Inzwischen umfasst das Archiv rund 8000 Künstlerfotos etwa von Manfred Leve, Ute Klophaus oder Benjamin Katz.

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