© dpa
Die Jury erklärte, Schriftstellerin Loher zeige, wie sich "das Unerträgliche in das Bewusstsein der Beteiligten und der Zeugen frisst und doch Raum für ein poetisches Sprechen lässt".
Die Jury erklärte, Schriftstellerin Loher zeige, wie sich "das Unerträgliche in das Bewusstsein der Beteiligten und der Zeugen frisst und doch Raum für ein poetisches Sprechen lässt".
Joseph-Breitbach-Preis an Berliner Dramatikerin Dea Loher verliehen
Kulturzeit-News vom Freitag, 22.09.2017
Die Berliner Autorin Dea Loher hat am 22. September 2017 in Koblenz mit dem Joseph-Breitbach-Preis eine der höchstdotierten Auszeichnungen für Literatur in Deutschland erhalten. Sie ist mit 50.000 Euro dotiert. Die feierliche Preisverleihung fand im Theater Koblenz statt.
Die Laudatorin und Schriftstellerin Katja Lange-Müller sagte laut Redemanuskript, Loher habe bislang 19 Theaterstücke, ein Libretto, acht Erzählungen und einen Roman veröffentlicht. Dieses vorläufige Gesamtwerk verbinde eine "hochkonzentrierte, differenzierte Sprache, poetisch, intensiv, intelligent und bar jeder Eitelkeit, eine Sprache, die wir hören, sogar dann, wenn wir sie bloß lesen". Loher sei durch und durch Dramatikerin, selbst wenn sie Prosa verfasse.

Die Jury erklärte, die 1964 im oberbayerischen Traunstein geborene Schriftstellerin Loher zeige, wie sich "das Unerträgliche in das Bewusstsein der Beteiligten und der Zeugen frisst und doch Raum für ein poetisches Sprechen lässt". Bisherige Träger des Joseph-Breitbach-Preises sind unter anderem Reiner Stach, Brigitte Kronauer, Ingo Schulze, Dieter Wellershoff, Herta Müller, Raoul Schrott und Ursula Krechel. Breitbach (1903-1980) war ein deutsch-französischer Schriftsteller und Publizist aus Koblenz, der seit 1929 überwiegend in Frankreich lebte.

Zurück zur Übersicht
Weitere News vom Freitag, 22.09.2017