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Der Roman "Justizpalast" zeige das Recht als "ein filigranes Meisterwerk", urteilte die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises.
Der Roman "Justizpalast" zeige das Recht als "ein filigranes Meisterwerk", urteilte die Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises.
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis geht an Petra Morsbach
Kulturzeit-News vom Mittwoch, 13.09.2017
Die in München lebende Schriftstellerin Petra Morsbach (61) erhält den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis. Ausgezeichnet werde ihr Roman "Justizpalast", teilte die Jury am 13. September 2017 in Braunschweig mit. Gestiftet wird der Preis vom Deutschlandfunk und Wilhelm Raabes Geburtsstadt Braunschweig.
Morsbach erzähle in dem Buch realistisch und verständnisvoll Fallgeschichten aus der richterlichen Praxis und thematisiere das "prekäre Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit", so die Jury. "Mit ihrer Richterin Thirza Zorniger als Führerin durchmessen wir das Pandämonium der Leidenschaften und der Schuld und die strengen Formen ihrer Einhegung. In der Person der Richterin haben wir dabei immer ein skeptisches Korrektiv der autoritären Institution." Das Buch zeige das Recht als "ein filigranes Meisterwerk".

Die Auszeichnung wird am 5. November im Braunschweiger Staatstheater verliehen. Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wird jährlich vergeben und würdigt einen aktuellen, zeitgenössischen Roman. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Ralf Rothmann, Katja Lange-Müller, Sibylle Lewitscharoff und Christian Kracht.

Morsbach wurde 1956 in Zürich geboren. Sie studierte Philologie und Theaterregie in München und Leningrad. Von 1983 bis 1992 arbeitete sie als Regieassistentin, Dramaturgin und Regisseurin an Theatern in Freiburg, Ulm und Bonn. Seit 1993 lebt sie als freie Autorin bei München. Seit 2004 ist sie Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

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