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Die weltgrößte Bücherschau in Frankfurt dauert fünf Tage - fürs Lesepublikum ist sie aber nur an den beiden letzten Tagen zugänglich. Da soll künftig mehr geboten werden.
Die weltgrößte Bücherschau in Frankfurt dauert fünf Tage - fürs Lesepublikum ist sie aber nur an den beiden letzten Tagen zugänglich. Da soll künftig mehr geboten werden.
Frankfurter Buchmesse will fürs Publikum attraktiver werden
Kulturzeit-News vom Dienstag, 12.09.2017
Mit mehr Starautoren will die Frankfurter Buchmesse noch stärker den Normalbesucher ansprechen. Das Publikumswochenende am 14. und 15. Oktober 2017 soll mit mehr literarischer Prominenz gestärkt werden, kündigte Buchmesse-Chef Juergen Boos am 12. September in Frankfurt an. 2017 soll Bestsellerautor Dan Brown aus den USA beim einzigen Auftritt in Deutschland vor fast 2000 Gästen über seinen neuen Thriller ("Origin") sprechen.
Die weltgrößte Bücherschau will mit rund 7000 Ausstellern aus mehr als 100 Ländern wieder an das Niveau von 2016 anknüpfen. Insgesamt werden zur fünftägigen Messe - die ersten drei Tage sind dem Fachpublikum vorbehalten - rund 300.000 Besucher erwartet. Rund 1000 Schriftsteller und viele schreibende Prominente haben sich angesagt. Neben Brown gehören dazu unter anderem Margaret Atwood, Ken Follett, Paula Hawkins, Udo Lindenberg, Sebastian Fitzek oder Michel Houellebecq.

Frankreich will gesamten Sprachraum vorstellen
2017 steht die Messeganz im Zeichen Frankreichs. Der Ehrengast will in Frankfurt den gesamten französischen Sprachraum vorstellen. Rund 180 französisch schreibende Autoren aus der ganzen Welt kommen nach Frankfurt. Deutsche Verlage legen mehr als 550 Neuerscheinungen aus dem Französischen vor.

Geschäftlich wird die Messe vom digitalen Wandel in der Branche beherrscht. Auf einem speziellen Areal ("The Arts+") sollen erneut die Querverbindungen der Buchbranche zur Kultur- und Kreativwirtschaft getestet werden. Ein Künstlerkollektiv will einen Roboter vorstellen.

Neurechter Verlag Antaios mit Stand vertreten
Auch die globalen Konflikte um die Meinungsfreiheit wie etwa in der Türkei sollen wichtiges Thema in Frankfurt sein. Für Aufsehen sorgt im Vorfeld die Ankündigung der rechtsextremen Stiftung "Europa Terra Nostra", auf der Frankfurter Buchmesse NPD-Politiker und andere Ultranationalisten auftreten zu lassen. Kommunikationschefin Katja Böhne sagte dazu: "Es wird nicht zu Veranstaltungen kommen, bei denen Neonazis auftreten könnten. Veranstaltungen sind nur erlaubt, wenn ein Verlag eine Standfläche gebucht hat." Allerdings gehört zu den Ausstellern auch der neurechte Antaios Verlag. Sollte dieser an seinem Stand zu Veranstaltungen einladen, ließe sich dies nicht unterbinden, solange er nicht gegen deutsches Recht verstieße, sagte Boos. "Wir können in einem solchen Fall nicht einschreiten, weil dies gegen die Meinungsfreiheit wäre."

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