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Heiner Geißler, langjähriger Generalsekretär der CDU, Stuttgart-21-Schlichter und Attac-Unterstützer, ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
Heiner Geißler, langjähriger Generalsekretär der CDU, Stuttgart-21-Schlichter und Attac-Unterstützer, ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ist tot
Kulturzeit-News vom Dienstag, 12.09.2017
Der frühere Bundesminister und CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren, wie sein Sohn Dominik der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" über Geißlers Tod berichtet.
Politiker von Union, SPD und Grünen reagierten erschüttert auf den Tod Heiner Geißlers und drückten ihre Hochachtung für die Lebensleistung des Rheinland-Pfälzers aus. Kanzleramtschef Peter Altmaier schrieb auf Twitter, Geißler habe die CDU geprägt: "Soziale und ökologische Verantwortung, Menschlichkeit. Ich bin tief erschüttert. Sein Vermächtnis bleibt." Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner nannte Geißler einen großen Rheinland-Pfälzer, streitbar und klug. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann schrieb ebenfalls auf Twitter, Deutschland verliere mit Geißler einen großen Demokraten und "streitbaren Politiker, der es keinem leicht gemacht hat. Seine Stimme wird fehlen." Der Grünen-Politiker Omid Nouripour schriebt: "Ein Mann der Werte und der Haltung ist von uns gegangen."

CDU-Generalsekretär und Familienminister
© dpa Immer seltener stimmten Kohl und Geißler überein.
Immer seltener stimmten Kohl und Geißler überein.
Unter den Ministerpräsidenten Peter Altmeier und Helmut Kohl (beide CDU) war Geißler von 1967 bis 1977 Sozialminister in Rheinland-Pfalz, anschließend wurde er CDU-Generalsekretär. Kohl berief den promovierten Juristen 1982 zum Familienminister. Der Sozialexperte arbeitete an einem neuen Image der CDU als moderne Programmpartei und führte unter anderem ein Erziehungsgeld ein. Unterschiedliche Auffassungen über die Rolle der Partei führten seit Mitte der 1980er Jahre zu Konflikten und schließlich zum Bruch mit dem Kanzler und Parteivorsitzenden Kohl. 1989 musste Geißler als Generalsekretär zurücktreten. Seine letzte ganz große Mission hatte Geißler, als er im Alter von 80 Jahren 2010 den Konflikt um das Bahnprojekt Stuttgart 21 schlichtete.

Geißler kam am 3. März 1930 in Oberndorf am Neckar als Sohn eines Oberregierungsrates zur Welt. Vor seiner politischen Karriere war der Vater von drei Söhnen vorübergehend Mitglied des Jesuitenordens, dann Amtsrichter. Bis zuletzt äußerte er sich zu aktuellen politischen Themen. So kritisierte er etwa noch im März die rheinland-pfälzische CDU-Chefin und Bundes-Vize Julia Klöckner, weil diese Reformen an den Hartz-Gesetzen abgelehnt hatte.

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