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Nach der Gründung einer liberalen Moschee in Berlin erhält die Rechtsanwältin Seyran Ates Morddrohungen.
Nach der Gründung einer liberalen Moschee in Berlin erhält die Rechtsanwältin Seyran Ates Morddrohungen.
Moscheegründerin Ates erhält massive Morddrohungen
Kulturzeit-News vom Montag, 03.07.2017
Die Gründerin der liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ates, wird nach zahlreichen Drohungen verstärkt von der Polizei geschützt. Wie aus ihrem Umfeld bekannt wurde, ist die Anwältin schon mehrfach bedroht worden, auch einmal auf offener Straße. Daraufhin sei der Personenschutz für die Frauenrechtlerin rund um die Uhr verschärft worden.
Ates sagte dazu der "Welt am Sonntag", sie habe bereits rund 100 Morddrohungen bekommen. "Über die sozialen Medien habe ich wegen der Moscheegründung so viele Morddrohungen bekommen, dass das LKA zu der Einschätzung gelangt ist, mich rund um die Uhr schützen zu müssen." Ates war 1984 bereits Opfer eines Attentats geworden und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Jüngst hatte die Anwältin, die sich für einen säkularen und liberalen Islam einsetzt, im Stadtteil Moabit die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee gegründet. Dort können Frauen und Männer, Sunniten, Schiiten und Aleviten gemeinsam beten.

Türkischer Bund Berlin-Brandenburg verurteilt Angriffe
Der Türkische Bund Berlin-Brandenburg (TBB) hat die Angriffe und Morddrohungen gegen Ates verurteilt. "Es mag sein, dass diese Moschee theologisch strittig ist. Aber die Gründung ist ein demokratisches Recht und gehört zur Religionsfreiheit des Grundgesetzes", erklärte Ayse Demir, Vorstandssprecherin des TBB, am 3. Juli in Berlin.

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