© dpa
Im Februar 2017 hatte Grütters bereits eine Zeichnung Adolph von Menzels aus dem Nachlass von Gurlitt an die Nachkommen der ursprünglichen Eigentümerin übergeben.
Im Februar 2017 hatte Grütters bereits eine Zeichnung Adolph von Menzels aus dem Nachlass von Gurlitt an die Nachkommen der ursprünglichen Eigentümerin übergeben.
Grütters gibt weiteres Bild aus Gurlitt-Sammlung an Besitzer
Kulturzeit-News vom Donnerstag, 18.05.2017
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat in Absprache mit dem Kunstmuseum Bern ein weiteres Werk aus dem Kunstfund Gurlitt an den rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben.
Das Gemälde "La Seine, vue du Pont-Neuf, au fond le Louvre" von Camille Pissarro wurde nach Frankreich zurückgegeben, teilte das Büro der Kulturstaatsministerin am 17. Mai 2017 mit. "Es ist gut, dass wir auch dieses Werk zurückgeben konnten", erklärte Grütters. Jede Rückgabe eines geraubten Kunstwerks sei ein Baustein zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Das Bild war dem in Paris lebenden französischen Unternehmer Max Heilbronn im Jahr 1942 vom NS-Regime entzogen worden. Die Taskforce "Schwabinger Kunstfund" hatte das Werk schon Anfang 2015 als NS-Raubkunst identifiziert. Die Rückgabe konnte aufgrund der gerichtlichen Auseinandersetzung um die Erbfolge nach Cornelius Gurlitt lange Zeit nicht erfolgen. Erst im Dezember 2016 hatte das Oberlandesgericht München abschließend entschieden, dass das Erbe dem Kunstmuseum Bern zusteht, und damit den Weg für die Restitution freigemacht. Im Februar 2017 hatte Grütters bereits eine Zeichnung Adolph von Menzels aus dem Nachlass von Gurlitt an die Nachkommen der ursprünglichen Eigentümerin übergeben.

Zurück zur Übersicht
Weitere News vom Donnerstag, 18.05.2017
Schwerpunkt
Kunstkrimi
Der Fall Gurlitt