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Die Schulstadt in Halle war im 17. Jahrhundert von dem Pfarrer August Hermann Francke begründet worden.
Die Schulstadt in Halle war im 17. Jahrhundert von dem Pfarrer August Hermann Francke begründet worden.
Wiederaufbau der Franckeschen Stiftungen bis 2020 beendet
Kulturzeit-News vom Montag, 20.03.2017
Von der Ruine zum Vorzeigekomplex: Der Wiederaufbau der historischen Schulstadt der Franckeschen Stiftungen in Halle steht nach fast 30 Jahren vor dem Abschluss. Bis 2020 werden die restlichen drei von 50 Gebäuden instandgesetzt. Zwölf Millionen Euro werden dafür investiert, je zur Hälfte vom Bund und dem Land, wie Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra (CDU) am 20. März 2017 in Halle sagte.
"Dann werden insgesamt etwa 150 Millionen Euro in den Wiederaufbau geflossen sein", sagte der Direktor der Franckeschen Stiftungen, Thomas Müller-Bahlke. Der Bildungskomplex sei europaweit einzigartig. Die Instandsetzung aller drei Gebäude soll 2018 beginnen. Es ist die ehemalige Druckerei, die 1744 als Magazin für die 1710 gegründete Cansteinsche Bibelanstalt errichtet wurde. Ziel war es, die Idee des Reformators Martin Luther (1483-1546) mit der Druckerei in die Tat umzusetzen: eine Bibel für alle Menschen. Zudem werden zwei frühere Scheunen für Bildungs- und Freizeitangebote saniert.

Zu DDR-Zeiten dem Verfall preisgegeben
Auf dem 14 Hektar großen Fachwerkareal der Franckeschen Stiftungen inmitten der Stadt sind verschiedene Schulformen, Sozial-, Betreuungs- und Freizeiteinrichtungen für Kinder, Familien und Senioren sowie Bibliotheken und Forschungsstätten ansässig. Die Bundeskulturstiftung hat dort ihren Sitz in einem Neubau. Die Schulstadt war im 17. Jahrhundert von dem Pfarrer August Hermann Francke begründet worden. Zu DDR-Zeiten war das Gebäudeensemble dem Verfall preisgegeben.

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