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Bei einer Geberkonferenz in Paris wurden mehr als 75 Millionen US-Dollar für den Schutz von Kulturgütern auf IS-Gebiet versprochen.
Bei einer Geberkonferenz in Paris wurden mehr als 75 Millionen US-Dollar für den Schutz von Kulturgütern auf IS-Gebiet versprochen.
Millionenzusagen für Schutz von Kulturgütern im Gebiet des IS
Kulturzeit-News vom Montag, 20.03.2017
Mehrere Staaten haben bei einer Geberkonferenz in Paris Millionen für den Schutz von Kulturgütern in den Gebieten der Terrormiliz Islamischer Staat versprochen. Mehr als 75 Millionen US-Dollar (70 Millionen Euro) seien zugesagt worden, doch es seien noch weitere Spenden nötig, um das Ziel von 100 Millionen zu erreichen, sagte der französische Präsident François Hollande am 20. März 2017 auf der Konferenz im Louvre.
Mit dem Geld soll dazu beigetragen werden, eine weitere Zerstörung historischer Stätten in Syrien und im Irak zu verhindern. Außerdem sollen durch das Geld Artefakte gelagert und restauriert werden können. Die Extremisten haben etwa in der antiken Oasenstadt Palmyra in Syrien oder in Nimrud im Irak unwiederbringliche Kulturschätze zerstört, die sie als Teil einer Götzenverehrung ansehen.

Frankreich sagte für den Fonds 30 Millionen US-Dollar zu, Saudi-Arabien 20, wie das französische Kulturministerium mitteilte. Die Vereinigten Arabischen Emirate versprachen ebenfalls 15 Millionen, Kuwait fünf, Luxemburg drei, Marokko 1,5 und der Philanthrop Thomas Kaplan eine Million US-Dollar. Die Schweiz wird den Fonds verwalten. Italien kündigte an, Soldaten und Restauratoren beizusteuern.

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