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Beim Blaudruck wird mit einer farbabweisenden Masse gedruckt, so dass die Farbe auf manchen Stellen des Stoffes nicht angenommen wird und ein weißes Muster entsteht
Beim Blaudruck wird mit einer farbabweisenden Masse gedruckt, so dass die Farbe auf manchen Stellen des Stoffes nicht angenommen wird und ein weißes Muster entsteht
Fünf Länder wollen Blaudruck als immaterielles Unesco-Kulturerbe
Kulturzeit-News vom Montag, 20.03.2017
Der Blaudruck soll immaterielles Kulturerbe werden. Die jahrhundertealte Technik der Stoffveredelung wurde gemeinsam von Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn für die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit nominiert, wie die deutsche Unesco-Kommission am 20. März 2017 mitteilte.
Staatsministerin Maria Böhmer unterzeichnete gemeinsam mit Vertretern der anderen vier Länder ein entsprechendes Dossier. Der Blaudruck sei im 18. und 19. Jahrhundert in Mitteleuropa weit verbreitet gewesen, hieß es. Heute werde er nur noch von wenigen Werkstätten angewendet. Mit etwa 25 aktiven Blaudruckern in zwölf Werkstätten stehe dabei Deutschland im europäischen Vergleich an der Spitze.

Über die Aufnahme in die Liste entscheide der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe Ende 2018. Zum immateriellen Kulturerbe zählen Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater und Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Derzeit gibt es auf drei Unesco-Listen insgesamt 429 Einträge.

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