© dpa
Emin Alper erhielt den Großen Kunstpreis Berlin für seine Filme über die zerrissene türkische Gesellschaft und seine "außergewöhnliche cineastische Erzählweise", so die Jury.
Emin Alper erhielt den Großen Kunstpreis Berlin für seine Filme über die zerrissene türkische Gesellschaft und seine "außergewöhnliche cineastische Erzählweise", so die Jury.
Großer Kunstpreis Berlin für Filmemacher Emin Alper
Kulturzeit-News vom Montag, 20.03.2017
Der türkische Filmemacher Emin Alper ist mit dem Großen Kunstpreis Berlin geehrt worden. Mit Alper werde ein Regisseur ausgezeichnet, der sich mit seinen Filmen "Beyond the Hill" und "Frenzy" ("Abluka") als außergewöhnlicher cineastischer Erzähler erwiesen habe, urteilte die Jury. Alper sei es mit beiden Arbeiten gelungen, aus den Innenwelten seiner Protagonisten ein tiefgründiges Bild einer durch alltägliche Gewalt zerrissenen türkischen Gesellschaft zu entwickeln.
Der Jury gehörte unter anderem der Filmemacher Andres Veiel ("Black Box BRD") an, der mit seinem neuen Film "Beuys" im Rennen um den Goldenen Bären der 65. Berlinale ist. Für Veiel ist Alper ein "großer Cineast, der mit einer bildhaften, allegorischen Erzählweise den Zustand seines Landes beschreibt". Emin Alper, geboren 1974 in der anatolischen Provinz, hat bisher zwei Kurz- und zwei Spielfilme gedreht. Sein Debütfilm "Beyond the Hill" erhielt 2012 den Caligari Filmpreis auf der Berlinale.

Der mit 15.000 Euro dotierte Große Kunstpreis wird von der Akademie der Künste jährlich und im Turnus ihrer sechs Sektionen im Auftrag des Landes Berlin vergeben.

Zurück zur Übersicht
Weitere News vom Montag, 20.03.2017