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Markus Schmorell, Neffe des "Weiße Rose"-Mitbegründers Alexander Schmorell (l), Hildegard Kronawitter und Wolfgang Huber, Sohn des "Weiße Rose"-Widerstandskämpfers Kurt Huber, in der neuen Ausstellung
Markus Schmorell, Neffe des "Weiße Rose"-Mitbegründers Alexander Schmorell (l), Hildegard Kronawitter und Wolfgang Huber, Sohn des "Weiße Rose"-Widerstandskämpfers Kurt Huber, in der neuen Ausstellung
Neue Ausstellung für die "Weiße Rose"
Kulturzeit-News vom Freitag, 17.02.2017
Die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hat eine neue Dauerausstellung über die Widerstandskämpfer der "Weißen Rose". "Die Präsentation musste zeitaktueller sein", sagte die Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung, Hildegard Kronawitter, am 16. Februar 2017 in München.
Die alten Schautafeln sind multimedialen neuen gewichen - und es gibt jetzt auch Informationen in englischer Sprache. "Ein gutes Drittel unserer Besucher kommt inzwischen aus dem Ausland", so Kronawitter. Die Ausstellung zeichnet das Leben und Wirken der studentischen Widerstandsgruppe rund um die Geschwister Hans und Sophie Scholl nach, die nach dem Verteilen von Anti-Hitler-Flugblättern am 22. Februar 1943 von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Zu sehen sind neben den Flugblättern und einer Schreibmaschine, auf der sie geschrieben wurden, viele biografische Informationen sowie ein Ausblick auf die Wirkung des studentischen Widerstandes im In- und Ausland. Die Schau stellt auch klare Bezüge in das Hier und Jetzt her und die Frage: "Wie würde ich heute mich stellen in Situationen, wo Toleranz und Courage gefragt sind?", sagte Kronawitter. Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers betonte: "Unsere Demokratie ist keineswegs etwas Selbstverständliches." Die Ausstellung ist von 18. Februar 2016 an für die Öffentlichkeit zu sehen.

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