© Klassik Stiftung Weimar, Foto Jens Hauspurg
Im 1704 errichteten Haus am Frauenplan wohnte Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) fast 50 Jahre lang.
Im 1704 errichteten Haus am Frauenplan wohnte Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) fast 50 Jahre lang.
Klassik Stiftung geht Sanierung von Goethes Wohnhaus in Weimar an
Kulturzeit-News vom Donnerstag, 16.02.2017
Die Klassik Stiftung Weimar fasst die Sanierung von Goethes Wohnhaus am Frauenplan ins Auge. Möglichst bis Ende 2017 solle dazu zunächst eine Machbarkeitsstudie vorliegen, sagte Stiftungspräsident Hellmut Seemann am 16. Februar 2017 in Weimar.
Voraussichtlich im Herbst 2019 soll das wichtigste Museum in Weimar für die Arbeiten komplett geschlossen werden. Ziel sei die Wiedereröffnung zur Saison 2022. Im 1704 errichteten Haus am Frauenplan wohnte Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) fast 50 Jahre lang. 2016 zählte es rund 175.000 Besucher und ist damit mit großem Abstand das meistbesuchte Museum der Stiftung.

Wiedereröffnung zur Saison 2022
Goethes Wohnhaus, in dem der Dichter fast 50 Jahre wohnte, war 1704 errichtet worden. Seemann sprach mit Blick auf das Vorhaben von einer Konzeptions- und Erhaltungsaufgabe. "Wie gehen wir mit der ausgeprägten Authentizität des Goethehauses im 21. Jahrhundert um, das ist die Frage." Eine Kostenschätzung für die Sanierung des historischen Ensembles liegt nach seinen Angaben derzeit noch nicht vor, Seemann geht von acht bis zehn Millionen Euro aus. Das Haus soll für die Zeit der Bauarbeiten komplett geschlossen werden. Ziel sei die Wiedereröffnung zur Saison 2022. Beim neuen Bauhaus-Museum rechnet die Stiftung für Ende 2017 mit dem Richtfest, der Innenausbau soll dann 2018 folgen. Seemann zeigte sich optimistisch, dass das Museum Anfang April 2019 zum 100. Geburtstag der in Weimar gegründeten Kunst-und Architekturschule eröffnet werden kann. Der Baustart für das 22-Millionen-Euro-Projekt war immer wieder verschoben worden.

Ein verspäteter Beginn zeichnet sich auch bei der Sanierung des Stadtschlosses ab. Diese könne voraussichtlich erst im Herbst 2018 beginnen, nachdem nach der Vorplanungsphase eine Neuausschreibung von Planungsarbeiten erforderlich gewesen sei, sagte Seemann. "Dadurch sind uns acht bis neun Monate verloren gegangen." Ursprünglich war von einem Termin Ende 2017 die Rede gewesen. Für die Sanierung, wofür das Schloss ebenfalls komplett geschlossen werden soll, sind 40 Millionen Euro bewilligt. Seemann räumte ein, dass die gleichzeitige Komplettschließung zweier viel besuchter Museen die Stiftung vor Herausforderungen stelle. Im vergangenen Jahr haben knapp 750.000 Menschen die 21 von der Stiftung betriebenen Museen in und um Weimar besucht, etwa 3000 weniger als 2015.

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