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© AP Lupe
Der italienische Kulturminister Dario Franceschini gab einen riesigen Fund gestohlener kostbarer Artefakte bekannt.
Italien: Riesenfund gestohlener Artefakte
Kulturzeit-News vom Dienstag, 22.03.2016
Die italienische Regierung hat einen riesigen Fund kostbarer antiker Gegenstände bekannt gegeben. Italienische und Schweizer Ermittler hätten die in den 1970er Jahren in Italien gestohlenen Artefakte im Wert von insgesamt neun Millionen Euro im Jahr 2014 entdeckt, gab der italienische Kulturminister Dario Franceschini am 22. März 2016 in Rom bekannt.
Die Objekte seien in einem vom britischen Antiquitätenschmuggler Robin Symes gemieteten Hafenlager in Genf gefunden worden, sagte Franceschini. Die "45 Kisten mit zehntausenden archäologischen Relikten von außergewöhnlichem Wert" seien im Januar nach Rom gebracht worden. Erstmals wurden die Gegenstände nun der Öffentlichkeit präsentiert. Darunter sind bemalte etruskische Sarkophage, ein römischer Sarkophag, Marmorstatuen, Fliesen und andere Gegenstände aus der Zeit vom siebten Jahrhundert vor Christus bis zum zweiten Jahrhundert nach Christus.

Nach Angaben des Staatsanwalts Giancarlo Capaldo wurden die Objekte in den 1970er Jahren in Ausgrabungsstätten in den italienischen Regionen Sizilien, Apulien, Kampanien und Kalabrien gestohlen. Sie seien dann in den Genfer Freihafen geschmuggelt und dort versteckt worden. Laut Capaldo sollten die Statuen, Fliesen und Sarkophage unter falschen Papieren an Sammler in Japan, Deutschland und anderen Ländern verkauft werden. Italienische Ermittler fanden die Artefakte, nachdem sie verdächtige Papiere bei einem Kunstschmuggler beschlagnahmt hatten. Gemeinsam mit Schweizer Kollegen machten sie im Jahr 2014 den entscheidenden Fund in dem von Symes gemieteten Lager.

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Die Kulturzeit-Nachrichten vom Dienstag, 22.03.2016