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© www.galerie20.smb Lupe
Die Ergebnisse der Provenienzforschung sind auf der Website www.galerie20.smb.museum nachlesbar.
Berliner Sammlung auf NS-Raubkunst geprüft
Aktuelles vom Donnerstag, 17.03.2016
In einem beispielhaften Pilotprojekt ist die legendäre Berliner Kunstsammlung "Galerie des 20. Jahrhunderts" auf ihre NS-Geschichte hin untersucht worden. Nur fünf der rund 500 erforschten Werke erwiesen sich als Raubkunst der Nazis, wie die Staatlichen Museen zu Berlin am 16. März 2016 mitteilten.
Etwa 350 hatten nachweislich eine unbedenkliche Herkunft, in den restlichen rund 150 Fällen ließ sich die Geschichte zunächst nicht endgültig klären. Für die "Galerie des 20. Jahrhunderts" hatte Berlin nach dem Krieg gezielt Werke der klassischen Moderne angekauft, die zuvor bei den Nazis verfemt und geächtet waren. Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) erklärte, mit dem Projekt sei nun der gesamte Bestand im Landeseigentum überprüft. Die Ergebnisse sind auf einer Website (www.galerie20.smb.museum) detailliert nachlesbar. Zudem zeichnet eine Veröffentlichung die wechselvolle Geschichte der Sammlung nach.

Von den fünf als NS-Raubkunst identifizierten Werken wurden nach Angaben der Staatlichen Museen zwei an ihre Besitzer zurückerstattet, in den drei anderen Fällen habe es schon in den 1950er Jahren Entschädigungszahlungen gegeben, hieß es. "Berlin steht zu seiner historischen Verantwortung", so Renner. Das Projekt lief von 2010 bis 2013 in Zusammenarbeit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit dem Land Berlin.

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Die Kulturzeit-Nachrichten vom Donnerstag, 17.03.2016