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© dpa Lupe
Ein Ausstellung in der Basilika Santa Maria Antiqua informiert über Baugeschichte, Wiederentdeckung und Restaurierung der Kirche.
"Sixtinische Kapelle des Mittelalters" offen
Aktuelles vom Donnerstag, 17.03.2016
Ein Kleinod unter den Kirchen Roms ist nach mehr als 30 Jahren wieder zugänglich: Von Donnerstag an steht die auch als "Sixtinische Kapelle des Mittelalters" bezeichnete Kirche Santa Maria Antiqua Besuchern offen.
Die Basilika aus dem fünften bis sechsten Jahrhundert gilt als älteste Kirche auf dem Forum Romanum. Sie ist für ihre frühmittelalterlichen Fresken berühmt. Ein Erdbeben im Jahr 847 verschüttete die in der Nähe des Castor-und-Pollux-Tempels am Fuß des Palatin gelegene Kirche. Ihr genauer Standort blieb deshalb bis ins 19. Jahrhundert hinein unbekannt. Unter dem Schutt waren die Fresken jahrhundertelang konserviert. Das erklärt die außergewöhnlich gute Erhaltung der Bilder. Seit den 1980er Jahren war die Basilika wegen umfangreicher Restaurierungsarbeiten immer wieder geschlossen. Unter anderem wurden Fresken und Fragmente von Wandmalereien auf einer Gesamtfläche von gut 300 Quadratmetern restauriert. Nach Einschätzung des leitenden Restaurators Werner Schmid ist die Basilika mit ihrem komplexen Bildprogramm ein einzigartiger Schlüssel für das Verständnis der Entwicklung mittelalterlicher und byzantinischer Kunst.

"Mehr als 1000 Jahre war dies ein verborgener Ort, der aus Quellen bekannt war, von dem aber jede Spur fehlte", sagte die italienische Kunsthistorikerin Maria Andaloro am Mittwoch anlässlich der Wiedereröffnung der Kirche. "Es ist eine glückliche Fügung, dass wir dieses wichtige Zeugnis christlicher Kunst ausgerechnet im von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr wieder dauerhaft der Öffentlichkeit zeigen können", ergänzte der Generalintendant der Aufsichtsbehörde für die archäologischen Stätten Roms, Francesco Prosperetti.

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Die Kulturzeit-Nachrichten vom Donnerstag, 17.03.2016