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© dpa Lupe
"Ich glaube nicht, dass eine Tabuisierung der AfD irgendetwas hilft", sagte Matthias Lilienthal, Intendant der Münchner Kammerspiele.
Lilienthal: AfD nicht tabuisieren
Aktuelles vom Montag, 14.03.2016
Der Intendant der Münchner Kammerspiele, Matthias Lilienthal, fordert eine Auseinandersetzung von Künstlern und Intellektuellen mit den Rechtspopulisten der AfD.
"Ich glaube nicht, dass eine Tabuisierung der AfD irgendetwas hilft", sagte er am 14. März 2016 in München der dpa. "Künstler und Intellektuelle müssen darüber reden, warum sie die Positionen der AfD ablehnen und warum es gut ist, dass Flüchtlinge in unser Land kommen. Wir brauchen ein Votum für eine offene Gesellschaft, in der das Dazukommen zum Beispiel von Syrern und Irakern unsere Gesellschaft bereichert." Alle AfD-Wähler werde man mit Argumenten zwar nicht erreichen - "aber es gibt auch welche, die man erreichen kann". Die AfD nutze die Ängste der Menschen vor einem sozialen Abstieg aus.

Lilienthal selbst engagiert sich sehr für Flüchtlinge und sorgte mit der "Schlepper- und Schleuser-Tagung" an den Kammerspielen für Aufsehen. Er sei im Zusammenhang mit dem Kongress sogar bedroht worden, sagte Lilienthal. "Es gab Anfeindungen - auch mit Drohungen gegen mich selbst, inklusive meiner Privatadresse." Anfang April startet an den Kammerspielen einmal pro Woche ein "Welcome Café".

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Die Kulturzeit-Nachrichten vom Montag, 14.03.2016
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© ZDFVideoMatthias Lilienthal
... über die Frage, ob es eine Migranten-Quote an deutschen Theatern braucht (24.02.2016)