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Friedrich-Hölderlin-Preis an Christoph Peters
Aktuelles vom Freitag, 11.03.2016
Der Berliner Maler und Schriftsteller Christoph Peters (49) erhält den mit 20.0000 Euro dotierten Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. "Sein vielgestaltiges Werk kreist in immer neuen, unerwarteten und originellen Anordnungen um die Grundfragen nach der Wahrheit und der Schönheit", teilte die Stadt am 11. März 2016 mit.
Der mit 7500 Euro verbundene Förderpreis geht an den ebenfalls in Berlin lebenden Autor Per Leo. Die Preise werden am 12. Juni im Bad Homburger Kurtheater verliehen. Die Laudatio auf Peters hält der Hölderlin-Preisträger des Vorjahres, Michael Kleeberg.Religionen und Glaube seien dem in Kalkar am Niederrhein geborenen und katholisch sozialisierten Peters ebenso wichtig wie Fragen der Ästhetik und der Ethik, heißt es in der Begründung der Jury. In seinen Werken verberge sich hinter einer "leichthändig wirkenden Form eine tiefernste und kompromisslose Auseinandersetzung mit der Conditio humana". Peters veröffentlichte unter anderem die Romane "Kommen und Gehen, manchmal bleiben" (2001), "Ein Zimmer im Haus des Krieges" (2006), "Mitsukos Restaurant" (2009), "Wir in Kahlenbeck" und zuletzt "Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln" (2014).

Förderpreis an Per Leo
Der 1972 in Erlangen geborene Per Leo werde vor allem für seinen 2014 erschienenen Romanerstling "Flut und Boden" ausgezeichnet, erklärte die Jury. Darin erzählt er von seinem Großvater und dessen Bruder, die sich während der Nazizeit grundverschieden entwickeln. Der eine macht Karriere in der SS, der andere wendet sich der Naturforschung und Anthroposophie zu und wählt die DDR als Wohnort. Leo gelingt es nach Ansicht der Jury, die "Präzision des Historikers mit einem ebenso lakonischen wie sensiblen Ton zu verbinden und Klischees und Dämonisierungen zu vermeiden".

Der Friedrich-Hölderlin-Preis wird seit 1983 jährlich von der Stadt Bad Homburg gemeinsam mit der Stiftung Cläre Jannsen vergeben. Zu den Geehrten gehören unter anderen Peter Härtling, Sarah Kirsch, Hilde Domin, Martin Walser, Durs Grünbein und Peter Stamm. Den Förderpreis erhielten bisher unter anderen Norbert Gstrein, Raoul Schrott, Juli Zeh, Arno Geiger und Judith Schalansky. 2015 wurde Teresa Präauer geehrt. Friedrich Hölderlin (1770-1843) zählt zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern. Bad Homburg erinnert mit dem Preis an die beiden Aufenthalte des Dichters in der Stadt von 1798 bis 1800 und 1804 bis 1806. Auch die Stadt und die Universität Tübingen verleihen einen Friedrich-Hölderlin-Preis. Dieser wird alle zwei Jahre vergeben.

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