Montag bis Freitag 19.20 Uhr
Kalender
Juni 2016
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
30
31
010203
04
05
0607080910
11
12
1314151617
18
19
2021222324
25
26
27282930
01
02
03
Mediathek
SENDUNG vom 29.06.2016
Sendung verpasst?

Navigationselement
Navigationselement
© dpa Lupe
Die Limbach-Kommision soll zum Beispiel im Streit um das Juan-Gris-Bild "Geige und Tintenfass" zwischen den Erben und der Kunstsammlung NRW vermitteln.
Reform von Limbach-Kommission gefordert
Aktuelles vom Donnerstag, 10.03.2016
Mehrere Juristen fordern eine Reform der Limbach-Kommission, die bei Streit über NS-Raubkunst vermittelt. "Der Mangel an Fairness, an Transparenz und Gerechtigkeit des Verfahrens ist offensichtlich", schreiben fünf Rechtsanwälte in einem Offenen Brief etwa an Vertreter der Bundesregierung.
Zu den Unterzeichnern zählt auch Markus Stötzel, der zuletzt etwa die Erben des jüdischen Galeristen Alfred Flechtheim (1878-1937) vertreten hat. Diese hatten Ende Februar ihre freiwillige Teilnahme an einem Verfahren der beratenden Limbach-Kommission aufgekündigt. Die Limbach-Kommission vermittelt auf Wunsch zwischen Beteiligten, wenn es Streit um mögliche Raubkunst gibt. Es geht also um Kulturgüter, die ihren Eigentümern von den Nazis geraubt wurden. "Bisher wurden in dreizehn Jahren ganze elf Fälle vor der Kommission behandelt", kritisierten die Anwälte aus Deutschland, Italien und den USA. Sie fordern unter anderem transparente Regeln.

"Bisher ist der Zugang zum Verfahren sehr limitiert", sagte Stötzel am 10. März 2016. Sie forderten, eine Partei müsse auch ohne Zustimmung der anderen Seite das Gremium einschalten können. Der Kommission müssten auch Vertreter der Verfolgtengruppen angehören, heißt es in dem Brief, der sich etwa an Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Justizminister Heiko Maas richtet. Die Empfehlungen des Gremiums sollten für Einrichtungen der öffentlichen Hand verbindlich sein.

Zurück zur Übersicht
Die Kulturzeit-Nachrichten vom Mittwoch, 09.03.2016
Kunst
Radikale Empfehlung
Jutta Limbach: "Entartete" Kunst zurückgeben