Montag bis Freitag 19.20 Uhr
Kalender
Juni 2016
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
30
31
010203
04
05
0607080910
11
12
1314151617
18
19
2021222324
25
26
27282930
01
02
03
Mediathek
SENDUNG vom 24.06.2016
Sendung verpasst?

Navigationselement
Navigationselement
© dpa Lupe
Die Hamburger Kunsthalle hat sich mit jüdischen Erben überden Verbleib von Raubkunstbildern geenigt.
Hamburger Kunsthalle gibt Werke zurück
Aktuelles vom Donnerstag, 10.03.2016
Die Hamburger Kunsthalle hat sich mit der Erbengemeinschaft des früheren jüdischen Kunstsammlers Michael Berolzheimer (1866-1942) über den Verbleib von vier Werken geeinigt.
Zurückgegeben wurden die beiden Zeichnungen "Französische Berglandschaft mit Fluß, Brücke und Ortschaft" (1819) von Constant Bourgeois (genannt Bourgeois du Castellet) und "Verfallenes Bauernhaus" (undatiert) von Eugène Isabey, wie die Kunsthalle am 10. März 2016 mitteilte. In ihrer Sammlung bleiben zwei Exponate, die zurückgekauft wurden. Es handelt sich um das Werk "Zusammenkunft der Pharisäer" (um 1630/1635) des holländischen Malers Claes (Nicolaes) Cornelisz. Moyaert sowie die Zeichnung "Sitzender Mandolinenspieler" (1642) des Österreichers Johann Septimius von Joerger.

Unter dem NS-Regime war die jüdische Familie Berolzheimer massiven Repressalien ausgesetzt, so dass sie 1938 in die USA emigrierte und ihre Sammlung großteils zurücklassen musste. Diese wurde im März 1939 versteigert. Es bleibe eine Selbstverständlichkeit, Werke aus der Sammlung zurückzuerstatten, die auf unrechtmäßigem Wege zur Kunsthalle gekommen seien, teilte Kunsthallen-Direktor Hubertus Gaßner mit. Der Anwalt Berolzheimer stammte aus einer Fürther Industriellenfamilie und lebte seit 1905 in Untergrainau bei Garmisch-Partenkirchen. Seine Sammlung von Handzeichnungen umfasste mehr als 800 Blätter Alter Meister und Arbeiten des 19. Jahrhunderts sowie 600 druckgrafische Blätter.

Zurück zur Übersicht
Die Kulturzeit-Nachrichten vom Mittwoch, 09.03.2016