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© ORF/Susanna Schwarzer
"Ich habe ja lange Zeit sehr harte Kritiken in Österreich bekommen. Aber jetzt freue ich mich, dass das zu einem Ende gefunden hat", freut sich Gerhard Roth.
Gerhard Roth erhält Großen Staatspreis
Aktuelles vom Freitag, 04.03.2016
Der Schriftsteller Gerhard Roth erhält den Großen Österreichischen Staatspreis 2016. Damit wird erstmals seit 2012 ein Staatspreis in der Sparte Literatur vergeben, gab Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) am 4. März 2016 bekannt.
"Gerhard Roth ist ein Autor, der wie viele andere seiner Generation von Graz - dem Forum Stadtpark und den 'Manuskripten' - aufgebrochen ist, um die deutschsprachige Literatur zu erobern", zitiert der ORF Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ). Mit seinen beiden Romanzyklen "Archive des Schweigens" und "Orkus" habe Roth zwei zentrale Werke der österreichischen Nachkriegsliteratur geschaffen, in denen er einen kritischen Blick auf die österreichische Geschichte und den versteckten Alltag gelenkt hat, heißt es weiter.

Vita Roths
Gerhard Roth, 1942 in Graz geboren, war nach seinem Medizinstudium Organisationsleiter im Rechenzentrum Graz. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Wien und in der Südsteiermark. Gerhard Roth hat zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays, Theaterstücke und Drehbücher veröffentlicht. Seine Theaterstücke wurden unter anderem am Wiener Volkstheater und am Berliner Schillertheater aufgeführt. Journalistische Arbeiten verfasste er für "Die Zeit", das "Zeit-Magazin", die "FAZ", das "FAZ-Magazin", für "profil" und für österreichische Tageszeitungen.

1991 schloss Gerhard Roth seinen siebenbändigen Romanzyklus "Die Archive des Schweigens" ab. Übersetzungen seiner Romane, Kurzromane und Erzählungen gibt es ins Englische, Französische, Holländische, Griechische und Russische. Gerhard Roths Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Preis der SWF-Bestenliste", dem "Alfred Döblin-Preis", dem "Literaturpreis der Stadt Wien", dem "Marie Luise Kaschitz-Preis", dem "Preis des Österreichischen Buchhandels" und dem "Peter Rosegger-Preis".

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Die Kulturzeit-Nachrichten vom 04.03.2016