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In den Jahren 2001 und 2002 führte Helmut Kohl ausführliche Gespräche mit seinem Ghostwriter, die auf auf Tonbändern aufgezeichnet wurden.
Medien: Helmut Kohl verklagt Heribert Schwan
Aktuelles vom Mittwoch, 02.03.2016
Im Rechtsstreit gegen seinen einstigen Ghostwriter Heribert Schwan hat Altkanzler Helmut Kohl (CDU) den Autor laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung auf Schadenersatz von mindestens fünf Millionen Euro verklagt. Prozesseröffnung vor dem Landgericht Köln ist am 3. März 2016, wie die Zeitung in ihrer Ausgabe vom 2. März berichtet.
In dem 2014 erschienenen Buch "Vermächtnis - die Kohl-Protokolle" hatte Schwan ausführlich aus Tonband-Aufnahmen zitiert, die Kohl für seine Memoiren angefertigt, aber ihm nie freigegeben hatte. 2015 hatte der heute 85-Jährige gerichtlich feststellen lassen, dass die Zitate nicht hätten verwendet werden dürfen. Kohl und Schwan hatten 1999 mit einem Verlag jeweils eigene, aber aufeinander abgestimmte Verträge zur Erstellung von Kohls Memoiren geschlossen. In den Jahren 2001 und 2002 traf sich Kohl an über 100 Tagen mit seinem Ghostwriter. Dieser befragte den Kanzler ausführlich über dessen Leben und zeichnete die Gespräche auf. So kamen rund 630 Stunden Tonmaterial auf insgesamt 200 Tonbändern zusammen. Kohl überwarf sich jedoch vor der Veröffentlichung des vierten Memoiren-Bandes mit Schwan. 2009 kündigte er die Zusammenarbeit mit dem Journalisten auf.

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