Das Zeltlager war nach rund zehn Monaten aufgelöst worden. Das geräumte Areal auf einer Grünfläche ist abgezäunt und wird gesäubert. Der Leiter der Stabsstelle Sauberes Frankfurt, Peter Postleb, schätzte die Kosten für die Müllentsorgung auf mehr als 25.000 Euro, für die Erneuerung der Grünfläche auf rund 100.000 Euro. Das Lager war nach dem Aufleben der Occupy-Bewegung in den USA entstanden. Die Demonstranten wollten damit ihre Ablehnung des Kapitalismus und des Bankensystems unterstreichen. Das Camp zog aber auch Obdachlose und Suchtkranke an, zuletzt hielten sich rund 70 Menschen dort auf. Ein gemeinsames Ziel der Menschen in dem Camp - neben Aktivisten auch Ausländer, Angehörige nationaler Minderheiten, Obdachlose oder Drogensüchtige - sei nicht mehr erkennbar. Damit hatte das Verwaltungsgericht Frankfurt die Räumung begründet. Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit berechtigte nicht dazu, fremdes Grundeigentum nach Belieben in Anspruch zu nehmen.