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21. Mai 2013
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Moderation
Ernst A. Grandits
Sein kulturelles Interesse ging immer schon weit über den Fernsehbereich hinaus: "Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit - und beiden die Kulturzeit", sagt Ernst A. Grandits.
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© Reuters Lupe
Die Särge mit den 520 aus Massengräbern geborgenen Opfer des Massakers waren seit dem 9. Juli 2012 von Sarajevo nach Potocari unterwegs.
Srebrenica: Opfer des Massakers bestattet
News vom Mittwoch, 11.07.2012
In Srebrenica sind am 11. Juli 2012 520 Opfer des Massakers vor genau 17 Jahren beigesetzt worden. Sie waren 2011 aus Massengräbern geborgen und identifiziert worden. Insgesamt sind damit jetzt 5657 Menschen dort bestattet.
Rund 35.000 Menschen sind zur Gedenkstätte Potocari gekommen, um an der Bestattung teilzunehmen und des Massakers zu gedenken. 1995 hatten bosnisch-serbische Truppen bis zu 8000 muslimische Männer und Jungen getötet. Der New Yorker Rabbiner Arthur Schneier warnte als Gast, diesen Genozid zu leugnen oder zu vergessen. "Es ist wichtig, so viele Zeugnisse wie möglich von Überlebenden zu sammeln. Das ist das stärkste Instrument, um die Leugnung der Tatsachen zu verhindern", sagte der in Wien geborene und nach dem Holocaust in die USA ausgewanderte Geistliche. Der von zwei internationalen Gerichten festgestellte Völkermord wird in der serbischen Landeshälfte Bosniens bis heute bestritten.

An der Gedenkfeier nahmen auch etwa 7000 Menschen teil, die am Vorabend nach dem sogenannten "Friedensmarsch" in Srebrenica eingetroffen waren. Sie hatten einen Fußweg von mehr als 100 Kilometern innerhalb von drei Tagen zurückgelegt. Die Teilnehmer wollten damit an die vielen Flüchtlingsströme während des Bürgerkrieges (1992-1995) erinnern. Zeitgleich mit der Zeremonie sagte David Harland als Zeuge der Anklage im Prozess gegen den serbischen General Ratko Mladic vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag aus. Harland gehörte zu den UN-Truppen in Sarajevo und beschrieb den heute 70-jährigen damaligen Militärchef der bosnischen Serben, den er bei knapp zwei dutzend Treffen kennengelernt hatte. Mladic, der auch wegen des Massakers in Srebrenica angeklagt ist, habe die volle Kontrolle über das bosnisch-serbische Militär besessen, so der Zeuge.

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