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Ernst A. Grandits
Sein kulturelles Interesse ging immer schon weit über den Fernsehbereich hinaus: "Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit - und beiden die Kulturzeit", sagt Ernst A. Grandits.
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© dpa Lupe
In "Liebe" erzählt Haneke in stillen, fast nur beobachtenden Bildern von dem Ehepaar George und Anna, die seit Jahrzehnten miteinander verheiratet sind.
Haneke-Film "Liebe" gewinnt die Goldene Palme
News vom Dienstag, 29.05.2012
Der österreichische Filmemacher Michael Haneke hat in Cannes die Goldene Palme gewonnen. Sein zärtliches Drama "Liebe" über Krankheit und Tod in einer langjährigen Ehe wurde am 27. Mai 2012 von der Jury als bester Film ausgezeichnet. Es ist bereits die zweite Goldene Palme für Haneke: Erst 2009 wurde er für sein schwarz-weißes Sittendrama "Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte" geehrt.
In "Liebe" erzählt Haneke in stillen, fast nur beobachtenden Bildern von dem Ehepaar George und Anna, die seit Jahrzehnten miteinander verheiratet sind. Als Anna erst einen, und später einen weiteren Schlaganfall erleidet, kümmert sich George liebevoll um sie. Das wird von den beiden Hauptdarstellern Jean-Louis Trintignant (81) und Emmanuelle Riva (85) überzeugend gespielt. Die Jury in Cannes unter Vorsitz ihres Präsidenten Nanni Moretti zeichnete außerdem die Gesellschaftssatire "Reality" des Italieners Matteo Garrone mit dem Großen Preis der Jury aus. Der britische Regisseur Ken Loach wurde für sein tragikomisches Drama "The Angels' Share" mit dem Preis der Jury geehrt.

"Beste Schauspielerinnen": Stratan und Flutur
Gleich zwei Preise gingen an das Exorzismus-Drama "Beyond The Hills": Regisseur Cristian Mungiu wurde für das beste Drehbuch geehrt, seine beiden Hauptdarstellerinnen Cosmina Stratan und Cristina Flutur als "Beste Schauspielerinnen". Die beiden spielen in Mungius Werk zwei junge Frauen, von denen die eine die andere aus einem Kloster holen will, weil sie nicht ohne sie leben kann. Doch die orthodoxe Gemeinschaft wehrt sich - mit fatalen Konsequenzen. Der Rumäne Mungiu hatte 2007 die Goldene Palme für das Abtreibungsdrama "4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage" gewonnen..

Weitere Preise gingen an den Mexikaner Carlos Reygadas, der für "Post Tenebras Lux" die Auszeichnung als bester Regisseur erhielt. Für den besten Debütfilm wurde der US-Amerikaner Benh Zeitlin für "Beasts Of The Southern Wild" ausgezeichnet.

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