Nichts für schwache Nerven
Die Kulturzeit-Krimibuchtipps im Februar 2018
Die letzten Meter bis zum Friedhof
© Rowohlt
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Jaako wird ermordet. Vergiftet. Es git keine Hoffnung auf Heilung. Ihm bleiben nur Tage, um seinen Mörder zu finden. Die Zeit läuft erbarmungslos ab. Wer will ihn auslöschen? Es lief doch alles so gut. Sein Handel mit Pilzen an die Japaner boomte - eine Marktlücke. Die finnischen Wälder sind voll davon, der Absatz riesig. Dann auch noch das: Jaakos Frau zieht sich für einen anderen aus. Will gar sie ihn loswerden? Es gibt weitere Opfer - ungewollt. Ein anderer Pilzfabrikant kommt tragisch ums Leben, als er Jaako bedroht. Der tut alles, um die Spuren zu verwischen, um Zeit zu schinden. Schließlich muss er noch seinen eigenen Mörder überführen. Pilz-Konkurrenten, die eigene Ehefrau: Die Liste der Verdächtigen wird länger, auch die der sterbenden Konkurrenz. Jaako hingegen immer schwächer. Schafft er es noch den Täter zu überführen, bevor er endgültig von dieser Welt verschwindet? Antti Tuomainens "Die letzten Meter bis zum Friedhof" ist poetisch, leise, aber ungemein spannend. Der Autor kommt ohne großartige Höhepunkte aus. Aber alles ist unwiderstehlich im Fluss.
Buch
"Die letzten Meter bis zum Friedhof"
von Antti Tuomainen
Rowohlt 2018
ISBN-13: 978-3498065522

Kalte Angst. Im Kopf des Mörders
© Fischer
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Das Grauen zieht in die Idylle ein: Bestialisch ermordet ein Unbekannter mit Fliegenmaske scheinbar wahllos unbescholtene Bürger. Das Perfide: Immer lässt er einen traumatisierten Zeugen am Tatort zurück. Keine leichte Aufgabe für den Profiler Max Bischoff vom KK II Düsseldorf. Die erste Spur führt in die geschlossene Psychiatrie. Welche Rolle spielt der Leiter der Anstalt? Er sitzt an den Hebeln der Macht, ist Herr über Mörder und Psychopathen, die eigentlich abgeschottet ihr Dasein fristen. Er entscheidet, wer überhaupt jemals die Mauern wieder verlassen darf. Einer der Patienten, ein verurteilter, psychisch kranker Mörder sagt die Massaker voraus. Detailliert, als führe er die Fäden einer Marionette. Dabei hat er keinen Kontakt zu Außenwelt. Wie kann das sein? Der Profiler muss einen Weg in den Kopf des Mörders finden. Kann man einen Psychopathen entschlüsseln? Wahnsinn und Realität bilden ein undurchdringliches Geflecht. Bischoff kommt an seine Grenzen. Der Mörder treibt sein grausames Spiel weiter. Ein atemloser Wettlauf mit der Polizei beginnt. Werden sie die Bestie jemals fassen können? Arno Strobels "Kalte Angst. Im Kopf des Mörders" ist ein Psychothriller - immer am Rande des Wahnsinns. Nicht greifbar, raunend, brutal. Nichts für schwache Nerven.
Buch
"Kalte Angst. Im Kopf des Mörders"
von Arno Strobel
Fischer 2018
ISBN-13: 978-3-596-29617-0