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Wenn Killer in Rente gehen
Kulturzeit-Krimibuchtipps im April 2015
Fliegenpapier
© Avant-Verlag Lupe
New York in den 1920er Jahren. Es ist die klassische Geschichte: Mädchen aus gutem Hause rutscht ab ins Milieu - die falschen Männer, Eifersucht, Gewalt. Schließlich brennt sie durch, als Braut eines mittelmäßigen Gangsters. Detektive folgen ihrer Spur nach San Francisco. Dort soll die Vermisste aufgetaucht sein. Doch wer steht da wirklich vor ihnen? Es gibt Werke, die sind ihrer Zeit voraus. Hans Hillmanns Adaption der Geschichte "Fliegenpapier" von Dashiell Hammett gehört dazu. 1982 erschienen, sprengte sie das zarte Genre Comic. Heute hieße sie waschecht: Graphic Novel. Damals war sie ein in düstere Aquarelle gebannter Film Noir. Hillmann aquarellierte seine Bleistiftzeichnungen schließlich in Schwarz, wobei er Rot beimischte, um eine Vielzahl von Grautönen zu erzeugen. Den Soundtrack zu den Bildern liefert der stark gekürzte Text von Hammett. Jetzt ist das bildgewaltige Werk im Avant-Verlag neu erschienen. "Fliegenpapier" von Hans Hillmann: expressionistisch, wuchtig, revolutionär - ein Meisterwerk, das seiner Zeit voraus ist.
Buch
"Fliegenpapier"
nach Dashiell Hammett
von Hans Hillmann
Übersetzung: Matthias Fienbork
Avant-Verlag 2015
ISBN-13: 978-3945034040

Der Killer hat das letzte Wort
© Fischer Lupe
Wie geht ein Auftragskiller in Ruhestand? Frank war der Beste seiner Zunft. Kaltblütig, effektiv, skrupellos. Eine Ikone, unantastbar, gefürchtet. Dann das Ding mit der Hüft-OP. Zwangspause. Reha. Wiedereingliederung. Jetzt will und muss er beweisen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Da kommt ihm der nächste Auftrag gerade recht. Und dann das: Alles geht schief. Er, der Killer aller Killer, sitzt in der Falle. Überwältigt, gedemütigt, angebunden wie Vieh. Ein Fiasko seinesgleichen. Ausgerechnet zwei kleinen, miesen Dealern der Konkurrenz ist er in die Falle gegangen. Typen ohne Format - die Höchststrafe. Und die haben ihren Boss schon informiert. Auch Franks Leute haben von seinem Missgeschick Wind bekommen. Nicht nur ein Killer ist auf dem Weg zu ihm. Und er selbst? Sitzt auf dem Präsentierteller. Doch er lebt noch. Ein Fehler - wie seine Peiniger bald feststellen werden. Wie geht ein Auftragskiller in den Ruhestand? "Der Killer hat das letzte Wort" - das hat man eigentlich schon immer geahnt. Malcolm MacKays Sprache ist reduziert, schnörkellos, kalt - und so unbequem wie Franks missliche Lage.
Buch
"Der Killer hat das letzte Wort"
von Malcolm MacKay
Übersetzung: Thomas Gunkel
Fischer 2015
ISBN-13: 978-3596030590