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Faszinierend schrecklich
Christoph Bangerts Fotos des Krieges
Der Fotograf Christoph Bangert weiß, was Krieg bedeutet. Er hält den Schrecken auf seinen Bildern fest. Nun ist sein radikales Fotoprojekt "War Porn" als Buch erschienen. Es zeigt Schockbilder - brutal, roh, schrecklich.
Er selbst hat sich immer wieder gefragt: Tue ich das Richtige? Nutze ich die Menschen in meinen Bildern aus? Produziere ich Kriegs-Pornografie? Gleichzeitig weiß Bangert, dass man "immer dieses pornografische Element in dieser Arbeit hat, dieses Entmenschlichende, das kann man nicht umgehen." Er mache aber keine Bilder von Menschen, die nicht fotografiert werden wollen. Neben den Fotos, die Eingang in prächtige Bildbände und auf die Hochglanzseiten der Magazine fanden, blieben über die Jahre hinweg noch jene anderen: von verstümmelten Kindern, angefressenen Leichen auf dem Müll, von Blut. Fotografien, die er selbst fast vergessen hatte, die der eigenen und der Zensur der Redaktionen zum Opfer gefallen waren. Christoph Bangert wollte diese Bilder nicht länger ausblenden und hat einige von ihnen in dem kleinen, nur notizbuchgroßen Band "War Porn" versammelt.

Der "ttt"-Beitrag in der ARD-Mediathek ...

Buch
© Kehrer HeidelbergLupe"War Porn"
von Christoph Bangert
Kehrer Heidelberg 2014
ISBN-13: 978-3868284973
Info
Christoph Bangert hat in Dortmund und New York Fotografie studiert und ist seit Jahren im Auftrag renommierter internationaler Magazine in Kriegs- und Krisengebieten unterwegs. Im Irak war er 2005 einer der wenigen westlichen Journalisten, die dort "unembedded" arbeiteten.