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Lupe
Der Landwirt und Gastronom Jürgen Lochbihler hat das Murnau-Werdenfelser, eine alte bayerische Rinderrasse, vor dem Aussterben bewahrt.
Urkäse und Wollschweine
Bildband über "Das kulinarische Erbe der Alpen"
Werdenfelser Wagyu-Beef, essbare Gebirgspflanzen oder superborstige Urschweine - ein Bildband widmet sich der ursprünglichen Nahrung in traditioneller Herstellung im gesamten Alpenraum.
In den Alpen zu leben und zu überleben, erforderte Vorratshaltung. So musste die überschüssige Milch, die das Vieh im Sommer gab, konserviert werden. Und so wie der Urkäse schon vor tausenden von Jahren gemacht wurde, stellt ihn der Schweizer Felix Gieger noch heute her: Zum Käsen geht Gieger seit 40 Jahren jeden Sommer auf die Alm. Die Milch wird im Kupferkessel über dem Feuer erhitzt - die festen Bestandteile trennen sich von den flüssigen.

Auch ursprüngliche Tiere haben in den Alpen zum Teil überlebt. Der Landwirt und Gastronom Jürgen Lochbihler hat zum Beispiel das Murnau-Werdenfelser, eine alte bayerische Rinderrasse, vor dem Aussterben bewahrt. Und bei Jürg Trionfini über dem Vierwaldstättersee gibt es noch Wollschweine, die einzigen urtümlichen Hausschweine Mitteleuropas. Selbst Getreidefelder und Kartoffeläcker wurden in den Alpen angelegt. Und weil die kargen Böden oft nur geringe Ernten erbrachten, wussten die Menschen damals genau, welche der wildwachsenden Pflanzen genießbar waren, an die 80 essbare Pflanzen kannten sie.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Buch
Dominik Flammer und Sylvan Müller
"Das kulinarische Erbe der Alpen"
AT-Verlag 2012
ISBN-13: 978-3038007357