Montag bis Freitag 19.20 Uhr
Archiv & Vorschau
März 2015
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
23
24
25
26
27
28
01
0203040506
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
Moderatoren
PORTRÄT
Tina Mendelsohn
Der interaktive Charakter des Fern-
sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
NavigationselementNavigationselement
© dpa Lupe
Stellvertretend für eine ganze Generation geht Rennefanz zurück in die verdrängte, verhasste Vergangenheit, in das graue Jahrzehnt der 1990er Jahre.
Die Wendegeneration
Sabine Rennefanz' "Eisenkinder"
Hart und brüchig wie EKO-Eisen - so beschreibt Sabine Rennefanz sich und ihre Altersgenossen in ihrem Erstlingswerk "Eisenkinder". Stellvertretend für eine ganze Generation geht die 38-Jährige zurück in die verdrängte, verhasste Vergangenheit, in das graue Jahrzehnt der 1990er Jahre, in die verzweifelte Zeit zwischen "nicht mehr" und "noch nicht". Eine Zeit, die Rennefanz in der sozialistischen Modellstadt Eisenhüttenstadt verbracht hat.
Die Biografie der Journalistin ist zum Einen der Beweis, dass das seit Bekanntwerden des Terror-Kommandos NSU wieder erstarkende Vorurteil vom braunen Osten nicht stimmt. Zum Anderen macht sie anhand ihrer aberwitzigen Begeisterung und ihrem fundamentalistischen Engagement für eine Freikirche deutlich, dass ihre Generation durchaus eine Empfänglichkeit für einfache Wahrheiten hatte, dass die Erfahrung von Anarchie und Orientierungslosigkeit gerade für Pubertierende ein hochexplosiver Moment war. Die bekannten Thesen vom "Gefühlsstau einer verlorenen Generation" füllt Rennefanz mit Leben und liefert damit einen wichtigen Beitrag zur weiterhin ausstehenden Debatte um rechtsextreme Gewalt in (Ost)Deutschland.

Der "Aspekte"-Beitrag in der ZDFmediathek ......

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Buch
Sabine Rennefanz
"Eisenkinder. Die stille Wut der Wendegeneration"
Luchterhand 2013
ISBN-13: 978-3630874050