Bereits unmittelbar nach Erscheinen hatten die als blasphemisch bezichtigten "Satanischen Verse" für Aufsehen gesorgt. In Indien, Pakistan, Saudi-Arabien und Ägypten wurde der Roman verboten. Im Fernsehen sah Salman Rushdie, wie in der englischen Stadt Bradford, einem Zentrum indischer und pakistanischer Einwanderer, ein wütender Mob sein Buch verbrannte. "Ich glaube, das ist das Schlimmste, was einem Schriftsteller passieren kann - dass sein Buch zuerst gekreuzigt und dann verbrannt wird. Ich war zutiefst schockiert", erinnert er sich. "Und ich musste an Heinrich Heine denken: 'Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen', schreibt er in seinem Stück 'Almansor', und das Buch, das dort verbrannt wird, ist ausgerechnet der Koran."