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Video-Porträt
Tina Mendelsohn
Der interaktive Charakter des Fern-
sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
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© dpa Lupe
Geboren als Daniel César Martín Brühl Gonzalez Domingo: Daniel Brühl
Brühls Barcelona
Der Schauspieler und seine spanischen Wurzeln
Er ist einer der gefragtesten deutschen Jungschauspieler, betreibt eine Tapas-Bar in Berlin und legt jetzt mit "Ein Tag in Barcelona" einen Reiseroman vor: Daniel Brühl.
In einer bunten Mischung aus Reiseführer, Sittengemälde und Autobiografie schildert Brühl einen fiktiven Rundgang durch die katalanische Metropole. Der Sohn einer Katalanin und eines Deutschen, mit vollem Namen Daniel César Martín Brühl Gonzalez Domingo, wurde in Barcelona, im Viertel Gràcia, geboren, kurz bevor seine Familie nach Köln umsiedelte. Doch seiner Geburtstadt fühlt sich der Schauspieler noch immer eng verbunden.

Persönliche Einblicke
Unterstützt durch seinen Co-Autor Jávier Cáceres, Spanien-Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung", entführt Brühl den Leser an seine Lieblingsplätze, stellt Freunde und Wegbegleiter vor und schwärmt vom Nachtleben und den Köstlichkeiten der regionalen Küche. Detailliert erzählt er vom speziellen Verhältnis der Katalanen zu Fäkalien und schwelgt in Erinnerungen an Marie, seine erste große Liebe. Persönliche Fotos des Schauspielers komplettieren den Band.

Nach kleineren Rollen in deutschen Fernsehproduktionen feierte Brühl erste nationale Kinoerfolge mit Filmen wie "Schule" (2000) und "Das weiße Rauschen" (2002). Für seine außergewöhnlichen schauspielerischen Leistungen als Abiturient auf Abwegen ("Nichts bereuen", 2001) und unkonventioneller Mönch ("Vaya Con Dios", 2002) wurde er 2002 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Der internationale Durchbruch gelang dem Schauspieler 2003 mit dem Überraschungshit "Good Bye, Lenin!". Es folgten Engagements für so hochkarätige Produktionen wie "Die fetten Jahre sind vorbei" (2004), der als erster deutscher Beitrag nach elf Jahren bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes gezeigt wurde.

"Salvador": erster spanischer Film
Als polnischer Geiger in dem britischen Drama "Der Duft von Lavendel" (2004) gelang Brühl endgültig der Sprung in die internationale Starriege. Ob "Zwei Tage in Paris" (2006), "Das Bourne-Ultimatum" (2007) oder "Die Gräfin" (2009) - Daniel Brühl überzeugt. Mit seinem Auftritt als SS-Scharfschütze in dem Tarantino-Streifen "Inglorious Basterds" (2009) konnte er sich endgültig vom Image des unsicheren, wenn auch charmanten Jünglings auf Identitätssuche befreien. 2012 war er zusammen mit Geraldine Chaplin und Jane Fonda im Kino zu sehen, erforschte als Ethnologe das WG Leben von Senioren. In "Und wenn wir alle zusammenziehen?" tritt Brühl so auf, wie ihn viele mögen: charmant, lässig und gekonnt nebenbei. Ganz anders "Salvador": Daniel Brühl spielt den katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich, den letzten Regimegegner, der unter Franco zum Tode verurteilt wird. In Rückblicken erzählt der Film vom Kampf für die Freiheit und unfairen Prozessen. "Salvador" war sein erster spanischer Film und der Anlass, seine Heimat wieder zu endecken.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Mediathek
© ZDFVideoDas Kulturzeit-Gespräch mit Daniel Brühl (20.09.2012)
Buch
© UllsteinLupeDaniel Brühl und Jávier Cáceres
"Ein Tag in Barcelona"
Ullstein 2012
ISBN-13: 978-3550088322
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