Kevin steigt gerade zu Karrierebeginn öfter mal ruppig ein, schnell haftet ihm ein Ghetto-Image an. Im deutschen Fußball kommt er nie richtig an. Er entscheidet sich, für Ghana, das Land des Vaters, zu spielen. Als sein Foul an Michael Ballack dessen WM-Teilnahme in Südafrika verhindert, wird das hierzulande fast zur Staatsaffäre. "Die Medien haben auch immer nur geurteilt, was sie auf dem Platz sehen", so George Boateng. "Noch nie hat sich mal einer hingesetzt und mit dem Typen geredet. Keiner weiß, wie der Junge tickt. Ich weiß, wie er tickt: ehrenvoll. Loyalität hat er. Er ist immer für seine Freunde da. Das sieht man alles nicht. Auf dem Platz ist er hart, einfach knallhart. So war ich auch schon früher. Jeder, der mich kennt oder gegen mich gespielt hat, wird immer sagen: George ist ein ekliger Gegenspieler, weil ich nie verlieren konnte. Und bis heute kann ich nicht verlieren."