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Video-Porträt
Tina Mendelsohn
Der interaktive Charakter des Fern-
sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
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© colourbox Lupe
Angestellte in Büros nehmen ihre Performance am Arbeitsplatz oft allzu wichtig, meint der Autor Christoph Bartmann.
Performance ist alles
Christoph Bartmann räsoniert übers Leben im Büro
Angestellte von heute sind oft mehr mit der Selbstinszenierung beschäftigt, als damit, ihre Arbeit gut zu machen. Es zählt nicht mehr die Kompetenz, sondern die Selbstdarstellung. Das Zurschaustellen, wie wichtig die eigene Arbeit und - letztendlich - man selbst ist. Das jedenfalls meint Christoph Bartmann. In seinem Buch "Leben im Büro" zeichnet der Autor das Bild einer Gesellschaft, die die Performance am Arbeitsplatz allzu wichtig nimmt.
Wer als Selbstdarsteller versagt, muss damit rechnen, gemobbt, terrorisiert oder gleich ganz "eingespart" zu werden. "Freigestellt" heißt das beschönigend. Christoph Bartmann ist seit 2011 Direktor des Goethe-Instituts in New York und nennt sich selbst einen "Angestellten aus Leidenschaft". Einen klaren Blick auf das, was im Büroleben schief läuft, hat er trotzdem behalten. Viele Entwicklungen der heutigen Arbeitswelt findet er pathologisch, sagt Bartmann in einem Radio-Interview mit dem Norddeutschen Rundfunk. Glücklich werden könne der Angestellte aber, indem er die subtilen, postautoritären Machtmittel durchschaue. Wir haben mit Christoph Bartmann über sein Buch und über den Ausweg aus der Bürofalle gesprochen.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Mediathek
Das Kulturzeit-Gespräch mit dem Autor Christoph Bartmann (27.04.2012)
Buch
© Carl Hanser VerlagLupeChristoph Bartmann
"Leben im Büro: Die schöne neue Welt der Angestellten"
Carl Hanser Verlag 2012
ISBN-13: 978-3446238770