In Fanzines - selbstgestalteten, fotokopierten Magazinen - wurden Themen wie Konsumkultur, Musik, Abtreibung und sexistische Werbebotschaften verhandelt.Die Riot Girls konterkarierten das gesellschaftlich tradierte Bild vom Mädchen. Musik war eine neue Form des feministischen Aktivismus. Denn bis dahin setzte sich die Frauenbewegung aus älteren Akademikerinnen der Mittelschicht zusammen, die die Riot Girls kritisch beäugten. "'Grrrls' sollte wie ein Knurren klingen", so Beate Hausbichler, "den bedrohlichen Aspekt in Girls herausholen und zeigen, dass es nicht nur darum geht, dass niedliche, süße Girls ein bisschen Musik machen, sondern auch die sexuelle Aggressivität, die hinter dem Projekt gestanden hat, durch das Grrrls mit den drei 'r' zum Ausdruck gebracht werden."