"Man kann sich vorstellen, dass jemand für sich selbst ein solches Leben attraktiv findet", sagt Grossarth. "Er gewinnt etwas an Freiheit hinzu, er macht nur noch das, was er für sinnvoll hält - anders als vorher im Büro. Es ist denkbar, dass diese Menschen glücklicher sind als die normal angepassten." Die Aussteiger in der Gemeine "Sieben Linden" in der Altmark betreiben selbst Landwirtschaft mit dem Pferdepflug, bauen ihre Häuser mit Stroh und Lehm, die meisten leben als Vegetarier. Sie sehen sich als ökologische Avantgarde der Gesellschaft. "Es ist kein Geheimnis mehr, dass man nachhaltige Lebensweisen braucht, um in die Zukunft zu kommen", sagt Dieter Halbach, der Gründer von "Sieben Linden". "Das merken wir täglich. Da kommen Politiker, Bundestagsfraktionen und Menschen aus aller Welt zu Besuch."