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© christian_rolfes Video
Ganze Sendung in der Mediathek (45 Minuten)
Kom(m)ödchen-Ensemble: Deutschland gucken
Eigentlich geht es doch nur um Fußball: Dieter, Bodo und Lutz schauen sich alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft gemeinsam an. Schon immer. Das gemeinsame Ritual verbindet, was kaum zusammengehört: Den Misanthropen Lutz, der sich jedem Leistungsgedanken verweigert; den Familienvater Dieter, der vor lauter Arbeit gar nicht mehr zum Nachdenken kommt; und Bodo, der großzügig geerbt hat und den ganzen Tag nachdenken könnte - wenn er nur wüsste, worüber.
Beim Torjubel sind alle gleich – bis Bodo eines Abends seine Freundin mitbringt, die Dokumentarfilmerin Solveig. Plötzlich wird "Deutschland gucken" zur Milieustudie und der Teamgeist bröckelt. Wo früher wortloses Einverständnis war, steht nun alles in Frage: Freundschaft, Lebensentwürfe, Nationalgefühl. Darf man für Deutschland jubeln oder gar stolz sein?

Das Ensemble
Dem legendären Kom(m)ödchen-Ensemble gelingt wieder einmal die einzigartige Mischung von Kabarett und Theater, klassischer Komödie und moderner Sitcom. Diesmal in folgender Besetzung:

Martin Maier-Bode: Mit dem Kom(m)ödchen aufgewachsen, früher Fan von Lore Lorentz. Schon als Jungautor erfolgreich zusammen mit Christian Ehring und Dietmar Jacobs. Immer breit aufgestellt von "Sesamstraße" bis "Henri-Nannen-Preis", künstlerischer Leiter der Kabarettbühne "Die Distel". Nun die Heimkehr zum Kom(m)ödchen auf der Bühne und als Autor.

Daniel Graf: Ex-Pionier, Ex-FDJler, Bürgerbewegter. Mit Mut und Wut an die Schauspielschule, dann unter anderem am Deutschen Nationaltheater Weimar und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Jetzt endlich im Kom(m)ödchen angekommen.

Maike Kühl: Journalistik- und Schauspielstudium, Filmakademie Ludwigsburg, Schauspielengagements in München, St. Gallen, Bern, Köln. Teil der "Kabarett-WG" (BR) zusammen mit Sebastian Pufpaff und Hannes Ringlstetter. Mehrfacher Gast beim 3satfestival und seit 2006 aus dem Kom(m)ödchen nicht mehr wegzudenken.

Heiko Seidel: Ausgebildeter Schauspieler, Clown und Akrobat. Zuhause auf der Bühne (z.B. Düsseldorfer Schauspielhaus) wie im TV ("Unter Uns", "Die dreisten Drei"). Am liebsten aber im Kom(m)ödchen: Schon in drei Teilen "Freaks" hat er seine Wandlungsfähigkeit und eindrucksvolle Gesichtsakrobatik unter Beweis gestellt, jetzt guckt er Deutschland.

Sendetermin
Mittwoch, 29. Juni, 22 Uhr

(Aufzeichnung vom 15. September 2015
im 3sat-Zelt in Mainz)
3satfestival 2015
© zdf_anita_baumgaertnerDas komplette Programm
Impressionen
© katharina_klaasDie Kabarett-Programme beim 3satfestival
Das Düsseldorfer Kom(m)ödchen
- Die Kabarettbühne in der Altstadt wird 1947 von Kay und Lore Lorentz gegründet
- Das erste Ensemble-Programm trägt den Titel "Positiv dagegen"
- 1976 lehnt das Paar die Annahme des Bundesverdienstkreuzes ab
- 1981 bekommt das Kom(m)ödchen den Ehrenpreis des Deutschen Kleinkunstpreises
- 1994 übergibt Lore Lorentz die Leitung an den Sohn Kay Sebastian Lorentz
- Der öffentliche Platz vor dem Theater heißt Kay-und-Lore- Lorentz-Platz
- Zu den bekanntesten ehemaligen Ensemble-Mitgliedern gehören Heinz von Cleve, Thomas Freitag, Harald Schmidt, Hugo Egon Balder, Jochen Busse, Volker Pispers, Mariele Millowitsch und Frank Lüdecke
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