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© antje_dittmann Video
Erklärt das mit dem Wasser: Philipp Weber.
Gutmensch vs. Hausschwein
Dass das Leben ein einziges Elend ist, stellt man spätestens fest, wenn man abends das heute-journal angeschaut hat. Die Frage ist, wie geht man damit um? Was soll man tun – auf der Couch liegend, mit dem Gourmet-Abendessen vor sich auf dem Wohnzimmertisch, und müde vom Tag?
Herr Pufpaff hat mal wieder die Lösung: Man höre sich doch einfach regelmäßig ein bisschen Kabarett an, rege sich angemessen auf – sozusagen indirekt, durch den jeweiligen Kabarettisten – und schon kann man wieder gemütlich nach Hause und weiter sein Erste-Welt-Leben leben. So einfach könnte es sein …

Wäre da z.B. nicht Philipp Weber, der einem vorrechnet, wie viel Wasser man täglich verbraucht, allein durch das Tragen von Kleidung. Dass dadurch die Wüste immer größer wird und immer mehr Menschen anderswo – GANZ anderswo – bald gar kein Wasser mehr haben.

Missmutig isst man seinen Teller leer – das gute Zeug wegzuschmeißen bringt ja keinem was. Vielleicht zur Ablenkung ein bisschen Trash-TV, eine Casting-Show vielleicht? Katie Freudenschuss hat da eine ganz famose Idee zu einer noch peinlicheren, noch geschmackloseren, noch oberflächlicheren Sendung und das gepaart mit Betroffenheitsfernsehen – wenn das nichts für den Samstagabend ist … Auch Sebastian Pufpaff ist ein Freund von Betroffenheit, aber nur, wenn’s richtig gemacht wird. Eine Betroffenheit für ertrinkende Flüchtlinge stellt sich bei ihm nicht ein, das wird medial zu schlecht abgebildet. Dann doch lieber für Nepal spenden, um das Gewissen zu beruhigen.

Kann man auch mal machen: nix
© antje_dittmann
Rolf Miller macht nix.
Ja, darf man denn gar nicht mehr zufrieden sein mit dem Wohlstandsleben? Doch, sagt Dave Davis. Aber seid es auch, verdammt noch mal! Ihr habt es gut, also seid froh – so seine einfache, aber eindringliche Botschaft. Man muss nicht immer Gutmensch sein, man kann auch einfach nur mal sein. So sieht es auch Rolf Miller, der für mehr Entspannung plädiert und in Perfektion auch einfach mal nix macht. Es ist in Ordnung, wenn man mal nichts macht. Oder seinen Teller leer isst. Oder die Einkäufe erledigt, die Kinder ins Bett bringt, die Sommerreifen aufzieht. So ein Hausschwein à la Pigor & Eichhorn zu sein ist nämlich gar nicht so weit vom klassischen Gutmenschen entfernt. Denn zumindest der Hausschwein-Halter wird es einem danken. Das ist doch auch was.

Sendedaten
Pufpaffs Happy Hour
Sonntag, 14. Juni, 20.15 Uhr
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