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Die Erfolgs-Quote
Sie ist die Währung unserer Aufmerksamkeit, Gradmesser für Qualität und Erfolg. Gefürchtet von Machern und Machtinstrument der Zuschauer: Die Quote. Doch wie wird sie gemessen? Welchen Veränderungen ist sie unterworfen? Wie relevant kann sie im digitalen Zeitalter noch sein?
Das Jahr 1963 begann mit einem Allzeit-Rekord: Das Finale des Fernsehkrimis "Tim Frazer" brachte am 25.Januar 93% Einschaltquote. Am 1.April 1963 folgten zwei weitere neue Kapitel Fernsehgeschichte: Der Start des ZDF und die kontinuierliche Messung der Einschaltquoten. Seit 1995 wird die Einschaltquote sekundengenau in 5640 Haushalten mit über 10.000 Personen erfasst. Neben der Einschaltquote werden die Verweildauer, der Marktanteil und die hochgerechnete absolute Zuschauerzahl berechnet. Die Quote entscheidet über den Fortbestand von Sendungen und über Werbepreise.

Doch seit einiger Zeit wird die Aussagekraft der herkömmlichen Quote bezweifelt. Neue Verfahren sollen die Nutzung von Mediatheken und Video on Demand Diensten abbilden. In der Schweiz löste die Einführung eines neuen Messverfahrens 2013 handfeste Auseinandersetzungen aus. Die neu berechneten Quoten wichen bis zu 40% von den gewohnten Zahlen ab. Das wollten einige nicht wahr haben und so wurde gerichtlich dieFreigabe der Daten blockiert und eine Überprüfung des Messverfahrens erzwungen.


Auf der Suche nach zeitgemäßen Messverfahren
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Auch in Deutschland wird an neuen Verfahren gearbeitet. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung will ab 2014 auch die Online-Nutzung messen. Damit würde vor allem die jüngere Zuschauerschaft besser erfasst. Ein Verfahren ist das sogenannte "Audio-Matching". Dabei hört das Messgerät die wiedergegebene Tonspur mit und gleicht diese mit einer Datenbank der ausgestrahlten Programme ab. Ergibt sich eine Übereinstimmung wird das Programm als gesehen gezählt, unabhängig davon, ob es live oder über einen anderen Weg konsumiert wird.

Und es gibt weitere Alternativ-Quoten. So ermittelt etwa ein populärer Anbieter von TV-Software für Computer, Tablet und Smartphones eine eigene Quote aus den Live-Daten seiner Nutzer. Da kann an einem Sonntagabend plötzlich 3sat vor RTL liegen. Auch dies zeigt, dass die Quoten immer ein Resultat der zugrunde liegenden Messmethoden sind.


Sendedaten
20.08.2014, 18.30 Uhr

Erstsendung: 01.12.2013
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