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Die Feuerforscher
Neue Herausforderungen für den Brandschutz
Neuartige Baumaterialien und Photovoltaikanlagen erfordern bessere Lösch- und Brandschutzkonzepte. Entsprechend werden die Anforderungen an Löschfahrzeuge und Schutzkleidung technisch immer komplexer.
Alle zwei Minuten wird in Deutschland ein Brand gemeldet. Feuerwehrleute treffen auf immer gefährlichere Szenarien. Wissenschaftler versuchen zu verhindern, dass sich Feuer überhaupt ausbreiten und entwickeln Werkzeuge für härteste Einsätze.

Zertifizierung von Türen
Von einem Schwelbrand bis zur Ausbreitung eines lokalen Feuers dauert es durchschnittlich neun Minuten. Danach kommt es u. a. auf die Materialien an, wie schnell sich Feuer und Rauch ausbreiten. Um eine Ausbreitung zu verhindern, haben öffentliche Gebäude strenge Feuerschutzbestimmungen - von der Bereitstellung von Fluchtwegen, bis zu speziellen Brandschutztüren.

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In der Bundesanstalt für Materialforschung in Berlin werden die unterschiedlichsten Materialien auf ihren Feuerwiderstand geprüft - auch Brandschutztüren. Besteht eine Tür den Test nicht, muss der Hersteller nachbessern und die Tür danach weiteren Tests unterziehen.

Verlässliche Angaben durch Simulationen
Brennende Photovoltaikdächer stehen unter hoher Gleichstromspannung, die gefährlich für die Feuerwehrleute sein kann. Beim TÜV Rheinland in Köln wird deshalb eine Simulationen durchgeführt. Dafür werden Teststände aufgebaut, die den Stromfluss von Photovoltaikanlagen simulieren. Es soll überprüft werden, ob die Einsatzkleidung der Feuerwehrleute ausreichenden Schutz bietet.

In einer weiteren Simulaton soll eine Photovoltaikanlage gelöscht werden. Wie groß muss dabei der Sicherheitsabstand sein? Es gibt dafür zwar Vorschriften, aber diese beruhen nur auf Berechnungen. Noch nie wurde mit Gleichstrom tatsächlich getestet. Und da immer seltener nur mit Wasser gelöscht wird, soll dabei auch ein oft verwendeter Löschmittelzusatz verwendet werden.

Rauch und schlechte Sicht
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95 Prozent der Menschen, die in Deutschland bei Bränden ums Leben kommen, sterben an einer Rauchgasvergiftung. Aber Atemschutzgeräte allein reichen nicht aus, wenn sich Feuerwehrleute in brennende Gebäude wagen. Denn der Rauch sorgt auch dafür, dass die Sicht gleich null ist. Deshalb führen Feuerwehrleute eine Rettungsleine mit sich, um bei schlechter Sicht den Weg zurück zu finden.

Die althergebrachten Rettungsleinen haben allerdings ein Manko: Sie markieren nur einen Weg für ein Team. Hätte man intelligente Rettungsleinen, versehen mit GPS-Sensoren, ließen sich die Informationen mehrerer Leinen miteinander verknüpfen. An dieser Idee arbeiten Forscher bereits.

Innerhalb von zwei Minuten am Einsatzort
High-Tech-Navigation, Materialkenntnis und Einsatzstrategien - all das ist wichtig für die Feuerwehrleute. Doch eine eines der bedeutendsten Geräte ist fraglos das Löschfahrzeug. Auf deutschen Flughäfen kommt es monatlich zu mehr als 2000 Einsätzen der Feuerwehr. Meist müssen zwar keine Brände gelöscht werden, aber genau auf diesen Ernstfall müssen die Feuerwehren vorbereitet sein. Für alle Großflughäfen gilt: Jeder Punkt des Flughafens muss innerhalb von zwei Minuten erreicht werden können.

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Moderne Löschfahrzeuge erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 140 km/h, eine Wurfweite des Wassers von bis zu 95 Metern und sie können, elektronisch gesteuert, von Wasser auf Schaum umstellen. Sie können auch während der Fahrt eingesetzt werden. Ihre Leichtbauweise ermöglicht ihnen eine hohe Beschleunigung und Schnelligkeit. Um ihre Reifen, die leichte Aluminium-Konstruktion und die Kunststofftanks vor Hitze zu schützen, können sie mit eigenen Wasserdüsen besprüht werden. So kann man auch durch brennendes Gelände sicher fahren.

hitec berichtet von neuen Konzepten für den Brandschutz und fragt: Führt die fortschreitende Technologisierung wirklich zu mehr Sicherheit?

Sendedaten
14.08.2014, 18.30 Uhr

Erstsendung: 19.12.2011
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