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Regional = flexibel und zuverlässig
Thema der hitec-Sendung "Regional statt global"
Die globale Logistik ist Teil der weltweiten Wertschöpfungskette. Die deutsche Automobilindustrie ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Die meisten Unternehmen sind von einem komplexen und eng verzahnten Netz von Zulieferungen "just in time" abhängig.
Nicht selten kommen Motorteile, Rückspiegel, Bordelektronik, Seitenrahmen und vieles mehr aus dem Ausland und werden in Deutschland lediglich noch zusammengebaut. Aber nur wenn die Kette reibungslos funktioniert, steht am Ende das fertige Produkt zum kalkulierten Preis beim Händler. Das funktioniert längst nicht immer. Hinzu kommt: Kurzlebige Trends können aus Übersee nicht schnell genug bedient werden, Reklamationen sind praktisch unmöglich.

Besonders im deutschen Mittelstand steigt die Zahl der Globalisierungsgegner. Bei vielen Unternehmen reift die Erkenntnis: In Deutschland lässt es sich besser produzieren. Der Schweißraupenhersteller Vietz aus Hannover hat China den Rücken gekehrt. Varta Consumer Batterien ebenso. Auch der Teddyproduzent Steiff, lässt nicht mehr in Asien produzieren. Seit geraumer Zeit werden im Jahr etwa 500 Firmen des verarbeitenden Gewerbes gezählt, die wieder zurück in die deutschen Lande kommen.

Starker Einfluss auf Zulieferer
Lupe
Kaum ein Unternehmer mag mit uns über seine Globalisierungsflops reden. Einer der wenigen ist ein bayrischer Autobauer aus Waldmünchen. Dort werden seit über 20 Jahren Aufbauten für Abschlepp- und Bergungsfahrzeuge entwickelt und gebaut. Angelockt von den niedrigen Lohnkosten verlagerte der Betrieb in den 90er Jahren einen Teil seiner Produktion ins nahe gelegene Tschechien. Doch 2006 hat Geschäftsführer Werner Eichenseher die Fabrik in Tschechien geschlossen. Der doppelte Verwaltungsaufwand und die Transportkosten waren einfach zu hoch.

Werner Eichenseher:
"Wir fertigen hier alles selber und was wir zukaufen, kommt aus der Region. Wir haben hier Zulieferer, auf die wir sehr stark Einfluss nehmen können. Die wir sehr stark qualitätsmäßig kontrollieren können, das können wir nicht wenn wir irgendwo im europäischen Ausland kaufen. Wir fertigen ein Qualitätsprodukt, wir fertigen einen Maßanzug für unseren Kunden. Was mit Produkten aus dem EU-Ausland sehr schwer nachzuvollziehen und nachzuprüfen ist."

Sendedaten
22.04.2012, 15.30 Uhr

Erstsendung: 31.10.2011
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