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Lupe
Keine Stille, nirgends
Dauerstress durch Verkehrslärm
Bellende Hunde, ein nahegelegener Schulhof, die Besucher eines Biergartens: Lärm ist ein allgegenwärtiges Problem. Die stärkste Belastung geht wohl vom Verkehrslärm aus - mit gravierenden Folgen für die Gesundheit.
In Deutschland wird Widerstand gegen Lärm laut. Zurzeit vor allem am Frankfurter Flughafen, der gerade erweitert worden ist und wo seit wenigen Tagen übergangsweise ein Nachtflugverbot gilt, und in Berlin, wo eine neuer Flughafen neue Einflugschneisen mit sich bringt, und im Mittelrheintal, wo die Gottharttunnelöffnung in der Schweiz die Zahl der Güterzugdurchfahrten zu multiplizieren droht.

Eckhart Heinrichs, LK Argus Berlin:
"In Deutschland sterben inzwischen mehr Menschen in Folge lärmbedingter, verkehrslärmbedingter Gesundheitsfolgen, als durch Verkehrsunfälle."

Schon 2003 verdeutlichte eine Studie aus Nordrheinwestfalen: Statistisch gesehen kamen von 10.000 Einwohnern 0,8 Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben, 2,9 Todesfälle gingen dagegen auf das Konto andauernder Verkehrslärmbelastungen. Zu den Risiken zählen Herzinfarkt, Bluthochdruck und Schlafstörungen.

Wer an Verkehr denkt und seine Gefahren, der denkt an Unfälle. Die Wenigsten wissen, wie gefährlich Verkehrslärm ist.

Fluglärm im Rhein-Main-Gebiet
Lupe
Das Rhein-Main Gebiet ist eine Region, die sich seit über 20 Jahren gegen die Fluglärmbelastung durch den Frankfurter Flughafen wehrt. Hier landen Flugzeuge in Abständen von weniger als einer Minute. 1200 Flugbewegungen sind es täglich und 50 % mehr sollen es noch werden.
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Lärm durch Schiene und Straße
Lupe
Der Bund betreibt Lärmschutz in den Grenzen seiner Zuständigkeit. 50 Millionen Euro Bundesmittel fließen jährlich in die Sanierung von Autobahnen und Bundesfernstraßen und 100 Millionen in das Schienennetz. Das aber ist nur ein Bruchteil des Bedarfs.
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An Lärm gewöhnen kann man sich nicht, sagen Wissenschaftler. Wer es sich irgendwie leisten kann, zieht daher weg. Zurück bleiben die sozial Schwachen. So schafft Lärm neben den erheblichen gesundheitlichen Folgen soziale Brennpunkte, verändert unsere Städte.

Sendedaten
12.02.2012, 15.30 Uhr

Erstsendung: 07.11.2011
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