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Lupe
Die technische Etage - Herz des Konzeptes
Thema der hitec-Sendung "Kraftwerk im Wolkenkratzer"
Zwischen den Glasscheiben der Fassade steigt die Warmluft nach oben und wird verwendet. Diese Luftströmung sorgt für eine Abkühlung der Scheiben und somit für eine angenehme Raumtemperatur. Die zwischen den Scheiben gesammelte Warmluft wird zu einer technischen Etage abgeführt.
Durch die optimale Ausrichtung des Wolkenkratzers zur Sonne soll deren Energie bestmöglich ausgenutzt werden. Photovoltaische Elemente der neuesten Generation an der Ost- und Südfassade erzeugen sauberen Strom und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Klimatisierung des Gebäudes.

Der Wind trifft auf Turbinen. Sowohl durch Wind- als auch durch Sonnenenergie wird der Strom erzeugt, der zum Betrieb des Gebäudes gebraucht wird. Aber Windräder erzeugen Lärm und Vibrationen - sollte man sie wirklich in der Mitte eines Gebäudes installieren?

Die Nutzung des Venturi-Effektes
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In Finnland lebt Risto Joutsiniemi. Er hat ein vertikales Windrad erfunden und perfektioniert. Die Architekten des Wolkenkratzers haben sich für seine Turbinen entschieden, weil sie gegenüber konventionellen Windrädern eine Menge Vorteile bieten.

Risto Joutsiniemi:
"Sie ist die einzige für urbane Umgebung geeignete Turbine, denn sie läuft absolut geräuschlos. Dieses spezielle Modell kann überall aufgestellt werden - selbst mitten in der Stadt."

Die Windturbinenetage des Pearl River Tower, die den Wind in düsenförmigen Tunnels zu den Turbinen leitet, nutzt ein bekanntes physikalisches Prinzip der Strömungsmechanik: den Venturi-Effekt.Die Verengung beschleunigt die Luft, sodass der komprimierte Luftstrom mit höherer Energie auf die Turbinen trifft.

Ein enormer Bonus an Energie
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In Guangzhou steht nun der Bau der Etage an, auf der die Windturbinen installiert werden sollen. Die Fassade zieht sich hier nach innen, um den Wind zu beschleunigen, bevor er auf die Turbinen trifft. Die Ingenieure haben für die Windfang-Düse eine Beschleunigung von 250% errechnet - das ist ein enormer Bonus an Energie.

Die Techniketage ist so gut wie fertig. Alle Träger wurden bereits verschraubt und verschweißt. Allein für dieses Stockwerk wurden 400 Tonnen Stahl verbaut. Den kleinsten Fehler gilt es, sofort zu beheben, denn die Sicherheit der oberen Stockwerke hängt wesentlich von der fachgerechten Ausführung der Techniketage ab.

Cui Xia Qiang, Bauleiter:
"Dieser Turm ist der erste wirklich ökologische Wolkenkratzer Chinas. Noch nie wurde ein Gebäude dieser Größe errichtet, in dem so viele unterschiedliche Energiespartechniken vereint worden sind. Dieser ökologische Wolkenkratzer ist konform mit den neuesten Direktiven der chinesischen Regierung, die offen auf neue Technologien und erneuerbare Energien setzt."

Sendedaten
15.08.2011, 21.30 Uhr

Erstsendung: 06.06.2011
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