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Turbomuskeln dank Gentherapie
Das beste Doping aller Zeiten
Mittel wie Epo, Anabolika und Testosteron, die bei Sportlern regelmäßig nachgewiesen werden, sind Auslaufmodelle. Die Zukunft gehört dem potentesten Doping aller Zeiten - und dem gefährlichsten: Gendoping.
Entwickelt wird Gendoping nicht von skrupellosen Wissenschaftlern, die das große Geld machen wollen. Die Forscher arbeiten in erster Linie an Gentherapien, die Menschen mit unheilbaren Erbkrankheiten heilen sollen. Doch solche Therapien können auch zum Dopen missbraucht werden.
Doch was ist Gendoping? Warum haben die Dopingbekämpfer solche Angst davor? Und welches Risiko gehen die Athleten ein, die es anwenden werden? Klar ist: Gedopt wird auf vielen Leistungsstufen und gedopt wird schon immer. Mal raffinierter, mal weniger. Doping macht aus einem Kartoffelsack keinen Weltmeister. Aber es verleiht einem guten Athleten das kleine Quäntchen Leistung mehr, das er zum Siegen braucht.
Irgendein Sportler und irgendein Arzt an irgendeinem Ort - sie werden es tun
Die Gene machen den Unterschied
Jeder dopt mit dem, was für seine spezifische Sportart Vorteile bringt.Wachstums- hormon, Blutbildungshormon, Schilddrüsenhormon, Testosteron, Insulin, Amphetamin, Betablocker, Eigenblut. Doch Gendoping macht Pillen, Spritzen und Infusionen überflüssig.
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Was tun diese Gene?
Doch, was genau tun diese Gene? In jeder Zelle unseres Körpers, eingepackt im Zellkern, ist die Erbsubstanz. Aufgespult zu Chromosomen liegt die DNA, ein fadenförmiges Molekül. Es enthält die gesamte Information, die unser Leben ausmacht, in einem chemischen Code gespeichert.
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Zu Heilungszwecken entwickelt
Entwickelt werden solche Methoden natürlich nicht als Gendoping für Sportler, sondern als Gentherapie für schwerkranke Patienten wie Ismail Miftari. Er ist 23 Jahre alt und leidet an "Duchenne Muskeldystrophie". Einer von Fünftausend Jungen ist betroffen - Mädchen nicht.
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Immense Risiken
Lassen sich Sportler tatsächlich genmanipulierte Viren injizieren, als Preis für eine Medaille? Die Antidoping- behörden befürchten, dass selbst unausgereifte Methoden und Medikamente den Weg auf den Schwarzmarkt und so zu den experimentierfreudigen Athleten finden.
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Eine ethische Herausforderung
Wenn es eine Gentherapie gibt, die schwindende Muskeln wieder stärkt - werden wir sie dann nur behinderten Patienten zukommen lassen? Oder steht sie auch älteren Menschen zur Verfügung? Zuerst aus gesundheitsökonomischen Überlegungen. Dann, damit sie lange mobil und aktiv bleiben?
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Sendedaten
05.05.2013, 15.30 Uhr
Erstsendung: 02.05.2011
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